Kultur
«King Louis»: Getrieben von obskuren Gelüsten
«King Louis» präsentieren ihre CD als Beute der Expedition, zu den dunklen Seiten der menschlichen Seele. «Brachial und unbändig wird schonungslos in Schweiss treibendem Exzess alles aus Gitarre, Bass und Schlagzeug gepeitscht», beschreiben sie ihre Art zu spielen. Mit ihrer CD und dem veröffentlichten Videoclip definieren sie einen eigenen Stil namens Safari-Rock: «Hier wird Rock zelebriert – exzessiv, abgrundtief und tiefgründig». Dafür bedienen sie sich der Rockklischees aus den letzten 20 Jahren. Der Sound ist deftig, schleppend, düster, dreckig und mit entsprechendem Text. Wieso Quentin Tarantino die Band noch nicht für einen Soundtrack zu einem seiner Filme engagierte, bleibt offen.
Lee Schornoz kümmerte sich auf ihrer Expedition um Gesang und Gitarre. Behilflich dabei waren ihm zwei unterschiedliche Begleiter: Misses Frau Lehmann als «zuverlässiger, ruhender Pol am Bass» und Charles Monroe am Schlagzeug, ein «wütender Dämon, der die anderen beiden durch die Tracks peitscht».
Die Dokumentation ihrer Expedition ist 2008 auf CD und Vinyl erschienen. Mit acht Liedern, die sie erbeuten konnten, ist das Album kurz und bündig. Zusätzlich kann man sich über den Videoclip zum Song «You’ll die» freuen. Dieser hinterlässt einen bleibenden Eindruck und untermalt die dunkle Seite von «King Louis».
Eine neue Expedition ist geplant
Viele neue Songideen werden in den kommenden Monaten ausgearbeitet, damit im Sommer 2010 eine neue CD veröffentlicht werden kann, sagt Bandleader Lee Schornoz. Die Bandmitglieder von «King Louis» wollen für diese CD textlich und musikalisch etwas Neues probieren und begeben sich auf eine neue Expedition. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.03.2010, 11:31 Uhr





