«Wiesage»: Soulig-jazziger Gesang gepaart mit Electronica
Von Stefan Glantschnig. Aktualisiert am 18.05.2010
Ursprünglich starteten Laura Wiesmann und Patrick Podage ihre musikalische Karriere in einer Hip-Hop-Crew. Doch schon bald wendeten sie sich der elektronischen Musik zu. Als Mitglieder von «Silent Extent» feierten sie erste Erfolge mit Drum’n’Bass. Durch Auftritte in den Berner Clubs Wasserwerk und Formbar konnten sie ihren Bekanntheitsgrad in der Szene erweitern. Später produzierten Laura und Patrick vor allem Musik im Bereich Elektro, mit der Gruppe «Circumflux».
Bei einem Auftritt im Berner «Gaskessel» entschieden sich Laura und Patrick schliesslich dazu, ihr eigenes Projekt «Wiesage» zu gründen. «Der Name setzt sich aus unseren Nachnamen zusammen und ergibt so zusätzlich noch ein Wortspiel», erzählt Laura Wiesmann gegenüber bernerzeitung.ch. Das Ergebnis lässt sich nicht so recht einer Musikrichtung zuordnen. Die beiden bieten von tanzbaren Elektro-House-Rhythmen bis hin zu Moody-Minimal-Balladen ein breites Spektrum. Das Entscheidende für das Duo ist, dass sie harmonieren: Alle Musikprojekte entstehen in hundertprozentiger Zusammenarbeit, beide äussern ihre Meinung zur Arbeit des anderen.
«Jedes Konzert klingt anders»
Einzigartig sind ihre Auftritte: «Kein Konzert hört sich an wie das andere, obwohl die Lieder mehr oder weniger dieselben sind. Patrick ändert viele Beats kurz vor dem Konzert ab, so dass ich mich anpassen muss. Wir kommunizieren viel auf der Bühne und das Ergebnis ist immer sehr individuell», erklärt Laura Wiesmann. Dazu gehört auch, dass sie ihre Musik während dem Konzert der Stimmung des Publikums anpassen. Ausserdem verzichtet Patrick vollständig auf moderne Computertechnik. «Alles was ich auflege ist live, das gibt dem Ganzen einen oldschool-touch», so der Produzent. Die Auftritte kommen bei «Wiesage» in letzter Zeit allerdings zu kurz, da sie wieder häufiger im Studio arbeiten und neue Lieder produzieren.
«In Zukunft wollen wir wieder vermehrt auftreten. Mein Ziel ist es, irgendwann einmal von der Musik leben zu können», sagt die 21-Jährige Bernerin. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.05.2010, 10:06 Uhr
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