«Who Cares» taufen ihre erste CD
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Diese vier Jungs müssen füreinander bestimmt sein: Seit ihrer Jugendzeit machen sie zusammen Musik, wenn auch mit Unterbrüchen und mit vielen Projekten, in denen jeder für sich Erfahrungen sammelte. Ihr gemeinsamer musikalischer Weg führte sie vom Progressive Speed-Metal (Critical Mass) über Funk-Rock (The Fridge) zurück zum guten alten Rock’n’Roll.
Unter dem Namen Who Cares haben Mario Haenni, Gerald Huber, Patrice Bechtiger und Hanspeter Waeber vor vier Jahren ihre aktuelle Band gegründet, mit der sie seither unterwegs sind. Nach einer Reihe von Konzerten haben sie im vergangenen Jahr ihre erste EP «Jealous Guy» aufgenommen. Die CD mit sieben rockig-melodiösen Songs, die in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen ist, ist in erster Linie als musikalische Visitenkarte für Konzertveranstalter und Radiostationen gedacht. Wer sie kaufen möchte, hat dazu am Freitag anlässlich der offiziellen Plattentaufe im Nouveau Monde Gelegenheit.
«Eine CD ist Pflicht»
Für die Musiker selbst sind die Plattentaufe und das Konzert der Startschuss, mit dem sie Who Cares neu lancieren wollen: «Wir haben zuletzt weniger Konzerte gegeben und weniger Anfragen bekommen», sagt Sänger und Gitarrist Gerald Huber. «Um voranzukommen, ist eine CD für eine Band Pflicht.»
Die CD ist jetzt da, und auch an Tatendrang mangelt es den vier Deutschfreiburgern nicht. Geplant sei, im Verlauf des Sommers im Raum Freiburg und Bern Konzerte zu geben und im Herbst die nächste CD aufzunehmen, so Huber. Das Songmaterial dafür sei vorhanden: Zusätzlich zu den Songs von «Jealous Guy» seien sechs bis sieben neue Songs parat. Die Ideen dazu stammen in der Regel von Gerald Huber und Mario Haenni; an den Details arbeite aber die ganze Band mit.
Effizienter als früher
Songwriter und Gitarrist Haenni macht zwischen den älteren und den neueren Songs von Who Cares eine klare Entwicklung aus: «Wir haben zu jenem härteren Rock zurückgefunden, den wir spielten, als wir 16 waren.» Doch handelt es sich nicht um einen Rückschritt von vier Mittdreissigern, die ihrer Jugend nachtrauern. «Unsere Musik ist ungehobelt, aber gleichzeitig achten wir mehr auf Details und Nuancen als früher», sagt Haenni. Gerald Huber ergänzt, dass sich auch die Lebenssituation der Bandmitglieder verändert habe: «Wir haben Beruf und Familie und damit weniger Zeit für die Musik als früher.» Darum arbeite man heute effizienter, komme vorbereitet in die wöchentliche Probe und wisse genau, was man wolle.
Trotz der vielfältigen Verpflichtungen möchte die Band musikalisch weiterkommen. Dazu gehöre auch, etwas professioneller zu werden. Huber: «Schön wäre, wenn wir für alles Organisatorische Hilfe bekommen und uns auf unsere Stärke, das Songwriting, konzentrieren könnten.»
Eine weitere Stärke von Who Cares ist das Spielen vor Publikum: «Live auf der Bühne sind wir noch rockiger als auf der CD», verspricht Mario Haenni. Das werde man auch bei der Plattentaufe beweisen. Und Gerald Huber meint: «Wir müssen uns nicht verstecken. Wir wissen, was wir können und was nicht.» Man ist eben nicht mehr 16 Jahre alt.
Nouveau Monde, Alter Bahnhof, Freiburg. Fr, 2.April, 21.30 Uhr.
(Freiburger Nachrichten)
Erstellt: 31.03.2010, 09:48 Uhr
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