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Wenn Wut friedlich ausgedrückt wird

Von Philipp Kobel. Aktualisiert am 15.09.2010

Seit dreieinhalb Jahren treten die vier Jungs von Strammer Max zusammen auf. Die Mischung von Metal und Punkbeats gepaart mit den düsteren deutschen Texten gibt der Musik einen ganz eigenen Touch.

Sie bringen deutschen Metalpunk ins Bernbiet: die vier Jungs von Strammer Max.

Sie bringen deutschen Metalpunk ins Bernbiet: die vier Jungs von Strammer Max.
Bild: zvg

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Der Bandname «Strammer Max», aggressive Gitarrenriffs, wutbepackte deutsche Texte – so könnte man die Eckdaten des Berner Punk- beziehungsweise Metalquartetts auf einen Nenner bringen. Frontsänger Dim Amen ist es wichtig, dass die Band nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt wird. «Durch unseren Bandnamen und die packenden, deutschsprachigen Texte könnte man eine Verbindung in die rechtsextreme Szenen vermuten», sagt Dim. «Solche Vermutungen sind aber absolut haltlos.»

Deutsches Gericht passend

Strammer Max besteht aus vier Berner Jungs zwischen 20 und 21 Jahren. Vor dreieinhalb Jahren haben sie entschieden, ein neues Projekt ins Leben zu rufen. Zuerst waren die Texte noch in Mundart. Als Dim Amen zur Band stiess, wurde aber auf Hochdeutsch umgestellt.

Seine Liebe zu deutschen Texten kann Dim Amen nicht verbergen. Alle Texte der Band entstammen seiner Feder. «Meine Texte handeln von Enttäuschungen, sei es zum Beispiel in der Liebe», sagt er. Auch die Wut spielt in den Songs eine wichtige Rolle. «Musik ermöglicht es, Zorn friedlich auszudrücken. Das mag ich.»

Nebst den Texten ist auch der Bandname deutsch. Genauer gesagt sächsisch, denn Strammer Max ist eine Speise aus Toast, Schinken und Spiegelei. Als Mitglieder der Band in Hamburg das Gericht auf einer Speisekarte entdeckten, fanden sie den Namen passend.

Verschiedene Einflüsse

Dass viele Hörer bei der Musik von Strammer Max an Rammstein denken, kann Dim Amen nicht leugnen. «Wir sind aber nicht vergleichbar mit ihnen.» Strammer Max habe andere Einflüsse als die deutsche Kultband. Der Gitarrist war früher eher auf der Metal-Schiene unterwegs. Seine Gitarrenriffs sind packend. Die Beats sind wiederum eher punkig angehaucht. Die schwer verdaulichen Texte importieren zusammengefasst deutschen Metalpunk ins Bernbiet.

Wem der Sound von Strammer Max gefällt, hat Glück. Die Band bringt in Kürze eine neue Single mit drei neuen Titeln heraus. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.09.2010, 11:44 Uhr

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