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«The Brent Flood» arbeiten an neuer CD

Von Johannes Hofstetter. Aktualisiert am 06.01.2010

Als Schlagzeuger der Londoner Band The Brent Flood setzte Dan Roth aus Burgdorf an der Silvesterparty auf dem Kronenplatz den rockigen Jahresschlusspunkt. Nun arbeitet das Quartett in der Emmestadt an seiner CD.

Schlagzeuger Dan Roth: «Die Voraussetzungen, um kreativ wirken zu können, sind in Burgdorf einfach viel besser als in London, wo wir ständig abgelenkt werden.»

Hans Wüthrich

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Aus der Oase in die Konzertsäle

Burgdorf dient Skinny Machines nicht nur als Kreativitätsoase, in der sie an ihrer ersten CD arbeiten können, sondern auch als Ausgangspunkt einer kleinen Schweizer Tournee. Jay Marsh (Voc), Rikki Glover (Git), Eddie Cairns (Bass) und Dan Roth (Drums) spielen bis Ende Januar in Zürich, Aarau, Lenzerheide, Luzern, Sursee, Bern, Solothurn, Hettiswil, Freiburg und Brienz. Die EP «Katy McCain» ist an den Konzerten sowie bei iTunes, play.com und Amazon erhältlich. jho

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Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf Ihren Auftritt an der Burgdorfer Silvesternacht zurück?
Dan Roth: Das war in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes. Erstens feierte unser neuer Gitarrist Rikki Glover auf dem Kronenplatz seinen Live-Einstand. Zweitens spielten wir zum letzten Mal als The Brent Flood. Als wir Stunden später im Maison Pierre auftraten, hiessen wir bereits Skinny Machines. Die Stadt war wunderschön beleuchtet. Und: Trotz der Kälte kamen Tausende an diese Feier unter freiem Himmel. Alles in allem war das schon ein sehr spezieller Abend.

Sie als Burgdorfer hatten ein Heimspiel. Waren Sie nervös?
Dazu bin ich gar nicht gekommen. Denn unmittelbar vor dem Konzert merkten wir, dass unsere englischen Stromschienen noch im Maison Pierre lagen, wo wir uns eingespielt hatten. Natürlich musste ich als einziger Ortskundiger zurückrennen, um das Material zu holen. Kaum war ich wieder da, verwickelte mich Daniel Schmidt in ein Gespräch über die guten alten Zeiten. Und dann gings für uns auch schon los.

Haben Sie auch Schmidts Ehefrau angetroffen?
Natürlich. Elisabeth Zäch kam nach dem Konzert hinter die Bühne. Ich stellte sie meinen Jungs nicht ohne Stolz als «The Major of Burgdorf» vor.

Und? War die Band beeindruckt?
Es geht

Normalerweise fliegen Stargäste nach ihrem Auftritt wieder in ihre Heimat zurück. Skinny Machines aber bleiben noch bis Ende Januar im Burgdorf. Wieso?
Wir basteln hier an unserem ersten Album. Tagsüber sammeln wir Ideen, abends sitzen wir in unserer extra gemieteten Wohnung in Oberburg bei einem Glas Wein zusammen – und sammeln weiter Ideen. Zwischendurch geben wir Konzerte, um unseren Aufenthalt hier finanzieren zu können.

Für viele Schweizer Musiker ist es ein Traum, einmal in London zu spielen. Sie gehen den umgekehrten Weg.
Die Voraussetzungen, um kreativ wirken zu können, sind in Burgdorf einfach viel besser als in London, wo wir ständig abgelenkt werden. Die Ausgangsmöglichkeiten sind hier ziemlich beschränkt. Wir verzichten bewusst aufs Fernsehen. Einen Internetanschluss haben wir auch nicht. Wer seine Mails checken will, muss das auf dem Computer meiner Mutter Christine tun. So kommt keiner auf die Idee, sich für eine Sendung stundenlang auszuklinken oder kurz nachschauen zu gehen, was auf Facebook läuft.

Wie muss man sich Ihren Tagesablauf in London vorstellen?
Normalerweise proben wir von 10 bis 17 Uhr. Dann gehts ab ins Fitnessstudio. Die vielen Konzerte und Beizentouren zehren auf Dauer schon ein wenig an den Kräften. Anschliessend widmen wir uns unseren Nebenjobs. Ich zum Beispiel arbeite nachts in einem Pub.

Wie bekannt sind The Brent Flood beziehungsweise Skinny Machines in England?
Krethi und Plethi kennen uns nicht. Aber in der Londoner Musikszene schaffen wir uns langsam einen Namen. Auch Radiostationen werden zunehmend auf uns aufmerksam.

Ihre Zukunft sieht die Band also in London.
Nicht unbedingt. Es wäre schön, auf dem Kontinent Fuss zu fassen. Mir ist es jedenfalls lieber, in England sagen zu können, «wir haben in der Schweiz ein paar tausend Platten verkauft», als in der Schweiz sagen zu müssen, dass uns in London, abgesehen von den Insidern, fast niemand kennt.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 06.01.2010, 09:33 Uhr

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