Sibylle: Für sie ist Musik eine Überlebensstrategie
Von Jessica King. Aktualisiert am 26.01.2010
Sängerin zu werden sei kein Traum, sondern eine Notwendigkeit, ja sogar eine Überlebensstrategie, sagt Sibylle Fässler. Diese beinahe überbordende Leidenschaft für den Gesang lebte sie während drei Jahren am renommierten «Liverpool Institute for Performing Arts» in England aus, bevor sie in die Heimat zurückkehrte. Mit ihrem Singer-Songwriter-Projekt «Sibylle» hat sie nun eine erstklassige Band um sich gesammelt, und legt mit der neuen CD «Tool» ein facettenreiches und spannendes Debüt vor.
Im Zentrum der Lieder steht ganz klar die warme, kräftige Stimme von Sibylle, die in wenigen Takten mehr Emotionen ausdrücken kann als andere in einem ganzen Lied. Dass dies ihr auch wichtig ist, davon zeugt ihr Motto: «Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist». Im wunderschönen «Did you know» besingt Sibylle, nur von Klavierklängen begleitet, die Grausamkeit vom Betrügen, und lässt den Hörer ehrlichen Herzschmerz spüren.
Dass Emotionalität die Meinungen spaltet, scheint dabei unvermeidlich zu sein. So mag Pop für viele zu weich sein; oft wird die «Radiomusik» abschätzig belächelt. Sibylle Fässler bringt diese Weichheit aber auf ein qualitativ hohes Level und beweist, dass das Etikett «Pop» völlig zu Unrecht mit talentfreien Pseudo-Celebrities verbunden wird. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.01.2010, 14:50 Uhr
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