Pink Floyd aus Düdingen
Von Jessica King. Aktualisiert am 02.02.2010
Die Düdinger Band war lange Zeit namenlos, bevor sie sich für den Namen «John Doe Tale» entschieden – John Doe wird im angloamerikanischen Raum als Name für eine nicht näher identifizierbare Person benutzt. Auf deutsch übersetzt könnte der Titel also «Die Geschichten von Max Mustermann» heissen. Entstanden ist der Name während der Arbeit am ersten Album, da die Lieder die Geschichte eines namenslosen Protagonisten erzählen – eben eines John Doe. Stark an Pink Floyd angelehnt stehen die Lieder zwar nicht in einem direkten Zusammenhang, malen aber doch ein einheitliches Bild eines melancholischen Zustandes. Oder, wie es die Band selber schreibt, mäandert der Protagonist in den Liedern «durch dichte Nebel aus Gefühlen und Emotionen, durch Trauer und Freude, Höhen und Tiefen.»
John Doe Tale spielen eher traurige, psychadelisch angehauchte Lieder, bei denen genau hingehört werden sollte. Es ist keine Musik, die man im Hintergrund plätschern lassen kann, währenddem man kocht und mit Freunden ein Glas Wein trinkt. Eher ist es Musik, die man noch auf Schallplatten hören könnte, mit dicken Kopfhörern auf dem Boden liegend. Vor allem das Klavier verleiht den Songs eine tiefere Ebene, die sich oft erst beim zweiten Hören offenbart – und die Sinne betört. Die musikalische Klasse von Pink Floyd ist schwer zu erreichen – aber Chapeau an John Doe Tales, die mit ihren Liedern das Unmögliche wagen, und dabei eine erstaunlich gute Figur abgeben. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.02.2010, 12:12 Uhr
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