Morphologue
Wie definiert ihr euren Sound?
Morphologue vermischen, einfach gesagt, Pop und Breakbeats und verzaubern kühle elektronische Musik in geheimnisvolle Songs.
Wie entstehen die Songs?
In aller Regel sende ich meine Computertüftelei in Form eines «rohen» Musikstückes per Mail an Myriam, die sich eine schöne Melodie ausdenkt und den Text schreibt. Im Bandraum hören wir uns die Ideen an und erarbeiten daraus einen Song.
Wie lange macht ihr schon Musik?
Myriam spielte in verschiedenen Jazz- und Funkbands, entdeckte den Drum'n'Bass und wurde eine der einzigen weiblichen Schweizer MC's, bevor sie 2004 mit pad_ee, dem langjährigen Kopf der Berner Band The Feet Peals und Theatermusiker von Hamburg bis Zürich, Morphologue gründete.
Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?
Es macht uns glücklich, von Couleur 3 seit über einem Jahr so oft gespielt zu werden. Zudem haben uns die Teilnahme an der Popkomm 2006 in Berlin und der Auftritt vor der Drum'n'Bass-Ikone Roni Size in einer übervollen Genfer Usine geschmeichelt. Zu guter letzt herrscht grosse Vorfreude für den Auftritt mit der Belgischen Band Hooverphonic (21.10.06, les Docks).
Was wollt ihr noch erreichen?
Oberstes Ziel ist es, die Freude an unserer Musik zu bewahren. Wir arbeiten gegenwärtig bereits an neuen Songs für unser zweites Album, das im Verlauf des nächsten Jahres erscheinen soll. Es würde uns sehr freuen, wenn wir uns in der Schweiz eine eigene Nische schaffen und zwei bis drei kleine Abstecher ins nahe Ausland starten könnten.
Habt ihr schon eine CD produziert? Falls ja, wie viele?
Unsere Debut-CD 'Midnight Nevertheless' ist seit Oktober 2005 im Fachhandel erhältlich. In den letzten zwei Jahren waren wir zwei Mal auf einer gratis Net-Compilation des Labels Alpinechic (www.alpinechic.net) und seit diesem Sommer ist die CD 'Métissages Vol. 1' von Couleur 3 und V2 Music, auf der das Morphologue-Stück 'Had A Taste Of It' zu hören ist, in Frankreich, Belgien, Andorra und der Schweiz zu hören und kaufen.
Was bedeutet euch eure Herkunft?
Wir lieben Bern und fühlen uns hier sehr wohl! Es ist dieser schöne Ort, eine Mischung zwischen Grossstadt und Dorf, mit seinen wunderbaren Plätzen an der Aare und der Altstadt, der uns oft inspiriert und immer wieder in gemütliche Stimmung versetzt.
Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?
Bern hat eine grosse Musikerdichte. Dies wirkt motivierend. Man hilft sich gegenseitig, was uns immer wieder aufstellt und vorantreibt. Allerdings wünschen wir uns in Bern noch die Beachtung, die wir in der Romandie bereits erhalten. Man ist zuversichtlich.
Welches ist das beste Konzertlokal in der Region? Wieso?
Schwer zu sagen. Den Bären Buchsi schätzen wir seit jeher, im Juli ist uns sehr sympathisch und im Dachstock der Reithalle und im Bierhübeli würden wir gerne spielen.
Was ist Euer Tipp für Newcomer?
Wichtig ist es, die Freude an der Musik zu bewahren und an sich zu glauben! Dazu eine gesunde Prise Ehrgeiz und Selbstkritik, offene Ohren und Augen und viel Geduld. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.01.2009, 16:23 Uhr
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