Mia Aegerter
Die Freiburger Sängerin Mia Aegerter (Bild: zvg)
Wie definierst du deinen Sound?
Meine Platte «Vo Mönsche u Monschter» ist kantiger oder rockiger ( ich spiele diesmal E-Gitarre), experimenteller( Ich hab ein eigenes Instrument kreiert und mit Sounds rumexperimentiert:)) und etwas melancholisch ( Ich habe Geigen und Cello verwendet, weil ich die Musik von Mozart und Vivaldi liebe).
Wie entstehen die Songs?
Alls was mich berührt, interessiert und beschäftigt verarbeite ich früher oder später in einem Text. Bei dieser Platte habe ich zum ersten mal mit dem Musikprogramm «Logic» gearbeitet und deshalb bei einigen Songs zuerst den Beat und die Musik komponiert, was sehr untypisch ist für mich.
Wie lange machst du schon Musik?
Ich hatte schon mit vier Jahren eine Gitarre in den Händen, was an der Musikalität meiner Eltern liegt. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Mama Gitarre gespielt hat, als ich noch im Bauch war. Das dröhnt ganz schön.:)
Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?
Kommerziell gesehen: Mein letztes Album, dass Goldstatus erreicht hat. Aber was die Qualität und meine Entwicklung angeht: Mein neues Album «vo mänsche u monschter/ of humans and monsters». Es war für mich ein grosser Schritt, neben dem Komponieren auch die Vorproduktion zu machen. Das neue Album ist viel authentischer und ehrlicher. Ich kann absolut dahinterstehen.
Was willst du noch erreichen?
...nicht immer so viel erreichen zu wollen.:) Ich bin ein Mensch, der ständig auf der Suche ist. Um Songs zu schreiben ist das zwar sehr hilfreich, aber manchmal ist es auch wichtig, inne zu halten und sich zu freuen, wenn man etwas geschafft hat. DIe Arbeit an dem Album war immens. Ich freue mich jetzt erst mal auf die Live-Konzerte, und dann sehen wir weiter.:)
Was bedeutet dir deine Herkunft?
Sehr viel. Es ist sehr wichtig für mich zu wissen, woher ich komme, wo meine Wurzeln sind. Schweizerin zu sein, macht mich stolz. Schweizer haben im Ausland auch immer ein «Niedlichkeits-Bonus». Was heisst es, in der Region Bern / Fribourg Musik zu machen?
Das Positive daran ist, dass man nach dem Gig bei Mama zu Hause Spaghetti essen kann. :) Ausserdem werde ich daran erinnert, wo ich herkomme und wie alles angefangen hat. Dann denke ich oft, wie unglaublich es ist, dass aus meinem Traum tatsächlich mein Beruf geworden ist. Was negatives fällt mir nicht ein. Ich komme gern nach Hause.
Welches ist das beste Konzertlokal in der Region? Wieso?
Ich mag besonders die Openairs. Ich finde es gibt nichts schöneres, als unter freiem Himmel zu spielen. Ich hoffe bloss, der Sommer kommt endlich.:(
Was ist dein Tipp für Newcomer?
Sich nicht verbiegen lassen und so viele Live-Gigs wie möglich spielen. Übung macht den Meister! (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.02.2009, 16:14 Uhr
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