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Marvin

Interview: Martina Maurer. Aktualisiert am 22.12.2008

Die Mitglieder der Freiburger Band Marvin machen Musik, weil sie Musik machen müssen - ja, weil sie nicht anders können. Schritt für Schritt geht die Band dem Erfolg entgegen.

Die Freiburger Band «Marvin».

Die Freiburger Band «Marvin».

Wie definiert ihr Euren Sound?

Leicht alternativer Songwriter-Pop, irgendwie Britisch und Amerikanisch zugleich.

Wie entstehen die Songs?

Ich sammle laufend Songideen und nehme diese auf, manchmal zusammen mit Dani. Einige Ideen entwickeln sich zu fertigen Songs, die schliesslich gemeinsam geprobt und live ausprobiert werden. Bei den Album-Aufnahmen kamen auch einige Songs (zum Beispiel «This Good Life») zum Zug, die wir vorher nie gemeinsam geprobt hatten. Greg Haver (unser Produzent) hat in der Vorproduktion aus über 30 Songs eine «Shortlist» zusammengestellt - seine Favoriten.

Nachdem wir ihm alle mehrmals im Studio vorgespielt hatten, haben wir gemeinsam mit Greg den einen nach dem anderen von Grund weg neu arrangiert, gleich aufgenommen und gemixt. Greg hat so unseren Sound stark mitgeprägt.

Wie lange macht Ihr schon Musik?

Gemeinsam seit etwa 4 Jahren. Dani und ich haben schon vorher gemeinsam Musik gemacht. Nachdem wir mit Peter (dem Manager) Marvin gegründet hatten, flogen wir erst mal zu Greg Haver nach Cardiff/Wales. Wieder zu Hause haben wir Muso und Mike in einer «Audition» gequält. Obwohl keiner der beiden nur einen einzigen Ton der Demo-CD geübt hatte, waren wir vom ersten Moment an von ihnen überzeugt. Nur zwei Monate nach unserer ersten Bekanntschaft spielten wir unter Greg's straffer Führung in wenigen Tagen eine erste EP «flic flac» ein.

Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?

Abgesehen davon, dass es immer unglaublich spannend ist mit den verschiedensten Persönlichkeiten und Profis genau das zu machen was wir wollen, war der Airplay-Hit «Holiday», grossartig. Das beste Bühnenerlebnis war wohl, nur mit einer 4-Song-EP ans Paléo Festival Nyon eingeladen zu werden. Und als wir im berühmten Cavern Club in Liverpool aufgetreten sind, war das schon ziemlich surreal... Es ist schwierig einen Moment zu definieren.

Es gibt Leute da draussen die unsere Musik richtiggehend lieben und sich auf etwas Neues, ein Konzert, einen Song extrem freuen. Das berührt und beeindruckt mich doch sehr.

Was wollt ihr noch erreichen?

Letztlich machen wir Musik, weil wir es einfach machen müssen, wir können nicht anders. Und weil wir einen Traum haben, der jeden Tag etwas mehr Realität wird. Wir gehen Schritt für Schritt, oft sind es kleine, aber wir gehen sie.

Habt ihr schon eine CD produziert?

Eine 4-track EP «Flic Flac», zwei Singles sowie jetzt das Album «This Good Life» (TBA) mit der Debut Single „28 Stories“, die bereits auf Couleur3, DRS3 und vielen anderen Stationen gespielt wird, hier ein grosses Danke dafür!

Was bedeutet Euch eure Herkunft?

Die Schweiz ist ein wunderbares Land. Wir fühlen uns wohl hier. Trotzdem fasziniert uns die Fremde, das Neue, das Abenteuer und wir streben ins Englisch sprachige Ausland. Es ist spannend zu sehen, wie einem im Ausland sehr schnell das «Schweizerische» an einem selbst auffällt. Manchmal nervt es einen gewaltig und man möchte es abstreifen. Oft erfüllt es einen auch mit Stolz. Wir Schweizer müssen uns nicht verstecken.

Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?

An der Sprachgrenze lebend sind wir als Deutschschweizer auch Teil der Musikszene der Romandie. Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Kulturen doch sind! Schön ist, dass wir es irgendwie schaffen, die Romandie und die Deutschschweiz gleichzeitig anzusprechen. Wenn wir auf der Bühne stehen und realisieren, dass Romands für uns in die Deutschschweiz kommen oder Deutschschweizer in die Romandie finde ich das unglaublich. Musik kann wie Sport auch für gewisse Momente verbinden. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.12.2008, 14:37 Uhr

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