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Männer am Meer

Von Martina Maurer. Aktualisiert am 22.12.2008

Bei den «Männern am Meer» steht nicht die Musik im Vordergrund, sondern die Texte: Sie erzählen gerne Geschichten und passen den Sound den Inhalten an.

Die «Männer am Meer».

Die «Männer am Meer».

Wie definiert ihr Euren Sound?

Wir glauben, da fängt das Problem mit uns schon an: Wir machen eben eher Geschichten als Sounds. Die Musik ist zwar der nicht wegzudenkende Boden unserer Texte, stellt sich aber bei den meisten Songs in den Hintergrund. Wir passen also unsere Beats und Kompositionen stark dem Inhalt an. Oft sagen wir auf diese Frage auf, wir machen Klischee-Sound: von allem ein bisschen etwas und nichts richtig.

Wie entstehen die Songs?

Wir sind zu zweit als Songswriter. Momentan versuchen wir verschiedene Arten von Songwriting aus. QC ist einer, der oft lange wartet, mindestens 30 angefangene Rhymes in seiner Hosentasche mitträgt und dann plötzlich in einem Schwall alles niederschreibt. Ich hingegen gehe oft sehr strukturiert andie Sache ran. Zusammen kombinieren wir dann die Themen und improvisieren.

Wie lange macht Ihr schon Musik?

Männer am Meer war ursprünglich nicht als Band geplant. QC und ich kennen uns seit knapp 5 Jahren, MaM wurde dann aus einer Recording-Session 2006 im hinterletzten Jura geboren. Also nicht am Meer, wie man annehmen könnte.

Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?

Dass wir bei diesem einen Stück für einmal unseren Einsatz nicht verpennten, leider erst beim letzten Konzert auf unserer Sommertour 2007.

Was wollt ihr noch erreichen?

Ach, das übliche. Gurten Hauptbühne, Doppelplatin, Hallenstadion, Pata Negra Schinken und Nespressomaschinen im Backstage.

Habt ihr schon eine CD produziert? Falls ja, wie viele?

Ja, «Vou im Biud» heisst das Teil und ist noch so semi-aktuell. Spannend war, dass die gleich zweimal herausgegeben wurde. Unser Label Soundservice hat uns sozusagen von der Konkurrenz abgekauft und neu lanciert. Wir sind also eine kompostierbare Band.

Was bedeutet Euch eure Herkunft?

So lokal gesehen, die Strassen, an denen wir aufgewachsen sind? Die Orte, die Region, das Land, der Planet... Die Bedeutung unserer Herkunft richtet sich tagesaktuell aus. Aber wir sind schon froh, dass wir im Kanton Bern geboren wurden, sonst könnten wir ja nicht berndeutsch singsangen.

Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?

Nervig ist die regionale Kulturförderung. Da wir - lustigerweise - als kommerziell gelten, blitzen unsere Projekteingaben jeweils ab. Sowas ist doch idiotisch: Alsbald ein Künstler oder eine Band mal die eine oder andere Platte verkauft, gilt sie als kommerziell. Man könnte meinen, Kunst und Kultur müsse brotlos sein.

Ansonsten ist der Espace Mittelland ein toller Ort für eine Berner Mundartband. Man ist sozusagen an der Wiege dieses Genres und fühlt sich mitten in der Entwicklung.

Welches ist das beste Konzertlokal in der Region? Wieso?

Wir sind eine Band mit 8 Köpfen, 8 Lieblingskneipen und 8 Lieblingsessen. Unsere 8 Lieblingsclubs reichen somit von der Mühle Hunziken (weil geil) bis hin zur Kulturfabrik Lyss (weil auch geil).

Was ist Euer Tipp für Newcomer?

Jesses! Wir gelten ja selber als Newcomer. Wir geben uns selber den Tipp, nicht bei Allem, der aussieht, als bringe es uns was, mitzumachen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.12.2008, 14:40 Uhr

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