Lunik
Sängerin Jael von der Berner Band Lunik (Bild: zvg)
Wie definiert ihr euren Sound?
Melodiöse, melancholisch-nachdenkliche Popmusik
Wie entstehen die Songs?
Wir schreiben alle lieber in einem ersten Schritt alleine und schicken dann die Demos als MP3 hin und her. So kriege ich ab und zu Instrumntalsongs von Luk zugeschickt und schreibe dann bei mir Zuhause dazu einen Text und eine Gesangsmelodie, die ich gleich aufnehme. Das Demo schicke ich dann gleich zurück zum Weiterbearbeiten. Erst im nächsten Schritt jammen wir dazu im Bandraum und schreiben noch Dinge um. Ich brauche im ersten Schreibeprozess die Einsamkeit, das Gefühl, dass ich nur für mich selber schreibe. So zensiere ich mich nicht gleich im Vorneherein.
Wie lange macht ihr schon Musik? Lunik gibt es seit Mitte der 90er Jahre. Ich bin 1998 dazugestossen und nach etlichen Besetzungswechsel sind wir nun seit einem Jahr, so wie wir jetzt sind.
Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?
In der Schweiz: Platz eins mit dem letzten Album und Platz sieben mit der Single, mit den zwei letzten Alben jeweils Goldstatus, ausverkaufte Tourneen, und einen Prix Walo in der Sparte beste Popband.
In Deutschland: etliche Konzerte als Vorband von Juli und Liquido, zwei Airplay Top50 Hits.
Was wollt ihr noch erreichen?
Grundsätzlich machen wir einfach sehr gerne Musik, sind zufrieden mit dem was wir haben und überrascht über den grossen Erfolg. Wir sind aber auch neugiereig auf das, was noch alles auf uns zukommt.
Habt ihr schon eine CD produziert?
Vier Studioalben und eine akustische live Platte
Was bedeutet euch eure Herkunft?
Ich lebe seit meiner Geburt in Bern und bin hier sehr glücklich. Ich glaube nicht, dass ich jemals hier wegziehen werde.
Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?
Da der Schweizer Musikmarkt sehr klein ist, ist es für Bands schwierig, von der Musik leben zu können. Somit sind viele Musiker gezwungen dies als leidenschaftliches grosses Hobby zu betreiben und daneben noch einen Brötchenjob zu haben. Ich bin sehr glücklich, dass diese harte Doppelauslastung bei uns vor ca drei Jahren ein Ende nahm. Sonst hätten wir zum Beispiel auch gar nie die Möglichkeit gehabt auf unsere letzjährige sehr ausgedehnte Deutschlandtour zu gehen, was uns als Musiker unglaublich viel gebracht hat. Das tolle in der Schweiz dagegen ist, dass man dafür schnell mal eine Chance kriegt, schon nur als Band zu bestehen und etwas auszuprobieren. Ich glaube der Konkurrenzkampf ist hierzulande nicht so gross wie anderswo. Man unterstützt sich gegenseitig sehr.
Welches ist das beste Konzertlokal in der Region? Wieso?
Das ist sehr schwierig zu beantworten. Ich spiele natürlich am Liebsten in Bern weil es das «Zuhause» ist. Aber es hat hier unglaublich viele tolle Locations wie z.B. den Progr oder die Dampfzentrale, die Mühle Hunziken und das Bierhübeli. Wir haben schon überall gespielt und kehren auch immer wieder gerne dahin zurück.
Was ist Euer Tipp für Newcomer?
Etwas Eigenes zu machen! Wenn man klingt wie die Kopie einer ausländischen Band ist es schwierig etwas zu erreichen.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.12.2008, 15:05 Uhr
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