Infunkted
Die Band «Infunkted».
Wie definiert ihr Euren Sound?
Wir nennen’s Funkrock. Da wir stilistisch aus verschiedenen Ecken kommen, hat sich mit der Zeit ein eigener, schwer zu benennender Stil herauskristallisiert. Wir wurden schon mit Jamiroquai, Moloko, Freak Power, Mother’s Finest etc. verglichen. Was wir klar nicht sind, ist eine Funk-Band. In diesen Topf fallen wir mit unserem Namen, welcher sich übrigens von infected ableitet, oft. Unser Sound ist schon ziemlich funky, allerdings glaube ich nicht, dass wir den gängigen Funk-Klischees entsprechen.
Wie entstehen die Songs?
Jemand der vier Instrumentalisten bringt einen Groove, vielleicht auch einen Refrain oder sonstige Ideen dazu. Die anderen lassen sich davon inspirieren und bringen ihre Ideen ein, eine der Sängerinnen schreibt einen Text. Vom fertigen Song sind schliesslich grosse Anteile durch Teamarbeit entstanden, das ganze Arrangement machen wir gemeinsam. Dieser Prozess kann sehr unterschiedlich lange dauern, manchmal ist ein Song in wenigen Proben fertig; manchmal tüfteln wir aber auch monatelang…
Wie lange macht Ihr schon Musik?
In der aktuellen Besetzung gibt es uns seit 2004, allerdings entstanden schon 1999 die ersten Vorläufer von Infunkted.
Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?
Nach einer sehr intensiven Vorbereitungsphase haben wir im November 2006 unsere erste CD veröffentlicht. Dieses Album und dessen Taufe in der Mühle Hunziken in Rubigen waren sicher grosse Highlights. Aber auch beispielsweise das Konzert am Final des Emergenza Contest 2005 im Volkshaus Zürich ist unvergesslich.
Was wollt ihr noch erreichen?
Endlich wieder einmal durch New York City tingeln zu können ohne ständig belagert zu werden!
Habt ihr schon eine CD produziert? Falls ja, wie viele?
Ja, wie erwähnt haben wir unseren Erstling «Color Change» Ende 2006 released.
Was bedeutet Euch eure Herkunft?
Wir haben einen idealen Proberaum, in dem wir uns sehr wohl fühlen und welcher grundsätzlich die Basis unseres Wirkens verkörpert. Ein solches Refugium ist schon sehr wichtig.
Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?
Grundsätzlich ist Bern – nicht zuletzt wegen seiner Berner-Rock-Geschichte und der Swiss Jazz School – ein Keimzentrum für musikalisches Schaffen. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es selbst für Bands, die nicht mehr echte «Newcomers» sind, schwierig ist, sich zu etablieren. Es gibt eine unüberschaubare Anzahl Bands, darunter auch viele gute. Gleichzeitig hat die breite Masse die Leidenschaft für gute Musik leider weitgehend verloren und treibt sich lieber an kommerziellen Massenveranstaltungen wie beispielsweise Bar&Pub-Festivals herum, statt Live-Konzerte zu besuchen. Dies hat zur Folge, dass die Musikszene in ihrer Ausdehnung relativ beschränkt ist; für Bands ist es schwierig, an Gigs zu kommen, während es für Veranstalter nicht einfach ist, ihre Clubs zu füllen.
Welches ist das beste Konzertlokal in der Region? Wieso?
Im Raum Bern gibt es einige coole Locations. Zu nennen sind hier auf jeden Fall die Alte Moschti in Mühlethurnen und die Mühle Hunziken in Rubigen; letztere hat auch viele internationale Namen aus der Jazzszene im Programm und ist schon rein ihres musealen Innenlebens wegen sehr sehenswert. Besonderen Charme hat auch das ONO in Bern und im Gaskessel geht meist ordentlich die Post ab.
Was ist Euer Tipp für Newcomer?
Hier gibt es leider kein Geheimrezept. Dranbleiben ist das Wichtigste, möglichst eine stabile Formation ohne personelle Wechsel aufbauen und versuchen, Kontakte zu Leuten, welche in irgendeiner Form in der Musikszene aktiv sind aufzubauen. Es läuft enorm viel über Vitamin B. Ach ja, wenn Du HipHop machst, hast du’s einfacher… (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.12.2008, 14:40 Uhr
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