Flourish: «Curly Pop» mit Überraschungen
Die Band aus dem Kanton Freiburg vermischt unkonventionelle Instrumente mit poppigen Melodien. Zum Equipment von Flourish gehören deshalb auch Klarinette, Cembalo und Harmonium. Dies nicht nur, weil einige der Mitglieder Klassische Musik studiert haben, sondern die sechs Musiker auch eine Vorliebe für andere Epochen haben. «Das typische Rockbandinstrumentarium engt die Soundmöglichkeiten ein. Neue Klänge öffnen sofort neue Welten und generieren neue Ideen», beschreibt der Sänger Olivier Blanchard gegenüber bernerzeitung.ch die Philosophie von Flourish.
«Krauser» Pop gedeiht im Bandraum
Der Begriff «Flourish» lasse sich am Besten durch «krauser Pop» ins Deutsche übersetzen, erklärt der Frontmann. «Wir wollen damit ausdrücken, dass unsere Musik voller Verzierungen, Schnörkel und Überraschungen ist.» Die Band lege grossen Wert auf blumige Songarrangements und verziere die Bühne bei jedem Konzert zu einem bunt geschmückten Wohnzimmer.
Auch das Wort «gedeihen» kann man als Übersetzung von Flourish gelten lassen. Die Band komponiert und arrangiert die Songs gemeinsam. «Wir lassen unsere ursprünglichen Ideen solange im Bandraum gedeihen, bis sie schnörklig genug sind um ins Flourishrepertoire zu passen», führt Blanchard weiter aus.
Konzerte «on the road»
Insgesamt ein ganzes Jahr haben Manuel Schneuwly (Drums),Nicolas J. Coudret (Bass), Stephan Lauper (Sax), Olivier Blanchard (Vocals), Michel Tschirren (Guitar) und Pierre Schmidhäusler (Keys) an diesem «Experiment» gearbeitet. «Wir wollten Erfahrungen sammeln und herausfinden, was uns gefällt und was nicht», erklärt der Musiker. Diese haben sich nun für das zweite Album «le Thoureil» ausgezahlt: Die Band hat die CD innerhalb einer Woche selber produziert. Aufgenommen wurden die Songs in einem französischen Schloss namens «la Thoureil»
Statt in Clubs aufzutreten, hat die sechsköpfige Truppe in ihren Anfängen einen Lastwagen zur Bühne umfunktioniert und ist quer durch die ganze Schweiz gefahren. Als Newcomerband sei es schwierig, Auftritte in Clubs zu ergattern, weiss Oliver Blanchard. Dennoch wollte die Band ihre Musik der Schweizer Bevölkerung präsentieren. «Ein Roadtrip mit den besten Freunden bei dem zusätzlich noch täglich für Menschen musiziert wird, gefiel natürlich allen Bandmembers auf Anhieb», beschreibt Blanchard die Idee. Zu den besten Erinnerungen gehören der Auftakt auf dem Campinplatz von Yvonnand mit über 200 Leuten, die Konzerte im Seilpark Interlaken, im Schnee auf dem Oberalppasse, in der Badi von Rohrschach und ein Auftritt auf einem idyllischer Emmentaler Bauernhof. (Berner Zeitung)
Erstellt: 16.08.2010, 08:37 Uhr
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