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Container 6 rocken für Kinofilm

Von Marco Zysset. Aktualisiert am 06.01.2010

Wenn am 7. Januar Marco Rimas neuer Film anläuft, sorgen Berner Oberländer für den rechten Sound

in den Kinosälen.

Container 6 stehen auf Winter (v. l.): Bassist Christoph «Gimpel» Kiser, Sänger und Gitarrist Tom Glatthard,
Schlagzeuger Kaspar «Chäpel» Hösli und Gitarrist und Sänger Chrigel Perren.

zvg

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Sie wurden im Fernsehen bekannt. Jetzt kehren Container 6 auf die Leinwand zurück – oder zumindest ihr Sound. «Dräck am Stäcke» ist einer der Songs, die im neuen Schweizer Film Champions (u.a. mit Marco Rima, Jörg Schneider und Andrea Zogg) zu hören sind. «Der ausführende Produzent Marco Valpiani war sofort ‹Fan› des Tracks, als wir ihn vorschlugen», sagt Pirmin Marti von der Firma H2U – Hollywood to Europe. H2U wurde unter anderem von TJ Gyger aus Thun und Tony Sieber aus Gurzelen gegründet und kümmert sich um die Produktion und Vermarktung von Musik (wir haben berichtet).

Von Anfang an gesetzt

Dass nun ausgerechnet ein Song von Container 6 in einem Film landet, für dessen Soundtrack die Berner Oberländer Firma zuständig war, ist kein Zufall. Ihr aktuelles Album haben die vier Jungs aus Brienz bei TJ Gyger aufgenommen. Pirmin Marti betont: «‹Dräck am Stäcke› war einer der ersten Songs, die von Anfang an eigentlich gesetzt waren.» Er untermalt eine Szene, in der ein Training der Hockeyspieler gezeigt wird. «Der Song ist abwechslungsreich und hat eine tolle Energie, um die Hockey-Action zu untermalen», beschreibt Marti die Auswahlkriterien – und der ironische Text passe perfekt.

Neben Container 6 ist mit dem Wahl-Frutiger William White ein weiterer Musiker, der im Berner Oberland lebt, auf dem Soundtrack vertreten; dazu kommen mit Adrian Stern, dem Trio Eugster, Liricas Analas, Grosi (Ex-Bagatello), Sektion Kuchikäschtli und anderen Formationen zahlreiche weitere einheimische Künstler.

Wenn die Zeit nicht reicht...

«Bei der Auswahl von Songs spielen ganz viele Kriterien eine Rolle», erklärt Pirmin Marti und führt Themen wie Tempo, Text, Sprache oder Stimmung an. Entscheidend seien am Ende aber jedoch oft auch rechtliche und finanzielle Fragen. «Manchmal kann man sich mit den Rechteinhabern – Künstler, Verleger oder Plattenfirmen – nicht einigen oder die Zeit reicht nicht, um alle Rechte einzuholen», weiss Marti. Sind in der Schweiz die Entschädigungen für Songs, die in Filmen platziert werden, noch bescheiden, können die Beträge laut Marti international bis zu einer halben Million Franken pro Lied gehen.

«Für uns war mit der Anfrage sofort klar, dass wir da mitmachen», sagt Thomas Glatthard, Frontmann von Container 6. «Schliesslich ist Wintersport, egal ob Eishockey oder Snowboarden, neben der Musik unsere zweite grosse Leidenschaft.» Und letztendlich sei die Präsenz auf einem Soundtrack immer etwas Spezielles. Ausschliesslich auf Hockey setzen wollen die Brienzer dann aber doch nicht. Vor kurzem haben sie den englischsprachigen «Safety Song» aufgenommen und zum Download auf ihre Webseite gestellt. «Darin geht es darum, wo Sicherheit wichtiger ist: im Bett oder auf der Piste», erklärt Glatthard mit einem kecken Grinsen im Gesicht.

Comeback im Leben

Die Komödie «Champions» – mit Sound aus dem Berner Oberland – kommt am 7. Januar in die Schweizer Kinos. Er erzählt die Geschichte von Ex-Hockeyprofi Gigi Poltera, mittlerweile Pöstler in Arosa. In der Blüte seines Lebens macht sich Krisenstimmung breit. Als wäre das nicht genug, scheint der Eishockeyclub Arosa pleite zu sein. Die erfahrenen Spieler müssen verkauft werden, und übrig bleibt ein Rumpfteam aus Junioren. Da hat Gigis bester Freund Sturzi eine brillante Idee: ein Comeback auf dem Eis. Das Comeback auf dem Eis wird so zum Comeback im Leben und in der Liebe.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 06.01.2010, 08:38 Uhr

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