Banderas: «Es war Zeit, ‹It's Time› zu veröffentlichen»
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Wer ist Banderas?
Ich bin ein Funk-Soul-Groove DJ und Produzent. Mir ist es wichtig, viele verschiedene Stile zu verbinden und Musik zu kreiren, die zum Tanzen animiert, jedoch kein Disco-Mainstream ist. Mein Album «It's Time» ist eine Mischung zwischen Funk, Afro-Beat, Latin Groove und Breakbeat. Für mich stehen Musiker im Vordergrund, elektronische Einflüsse limitiere ich auf ein Minimum.
Was ist die Arbeit eines Produzenten?
Die meisten DJ's sind auch als Produzenten tätig, oder sollten es zumindest sein. Als Produzent komponiere ich neue Lieder. Ich habe dafür mit drei weiteren Musiker zusammengearbeitet. Zudem ist es die Aufgabe eines Produzenten die Aufnahmen und den Mix der Musik im Studio zu leiten und zu koordinieren. Weiter ist der Produzent für die Werbung verantwortlich.
Dein erstes Album heisst «It's Time». Was bedeutet der Titel?
Es war an der Zeit - «It’s Time» -, mein erstes Album zu veröffentlichen. Obwohl ich erst letztes Jahr mein Studium abgeschlossen habe, war es mir sehr wichtig mein Album so bald wie möglich fertig zu stellen. Es war zwar eine hektische Zeit, aber es hat sich gelohnt.
Du vereinst auf dem Album Funk, westafrikanische Melodien, karibische Rhythmen und Breakbeat. Weshalb hast Du auf Deinem Erstling verschiedene Stile berücksichtigt?
Ich war vor einigen Jahren für einen Monat in Burkina Faso und habe dort die Menschen sowie ihre Musik kennengelernt. Das hat mich dazu inspiriert, ihre traditionelle Musik in moderne Discosongs umzuwandeln. Zudem habe ich auch Musik einfliessen lassen, die mir gefällt. Auch Freunde und Musiker, die nicht nur aus der Schweiz stammen, haben ihren Teil dazu beigetragen. Mein Ziel war es, die Einflüsse und Talente aller zusammenzubringen und etwas Neues schaffen.
Du bist in der Schweiz und im Ausland oft als DJ unterwegs. Welche Erfahrungen haben Dich auf Deinen Reisen bisher am meisten geprägt?
Ich habe einen grossen Unterschied zwischen den Ländern festgestellt. In einigen wird oft Oldschool-Funk (Frankreich) gespielt, während in anderen das Publikum lieber Funk mag, der mehr in Richtung Breakbeat (Deutschland) geht. Es ist spannend zu sehen, dass viele Stile überleben, obwohl die Funkszene klein ist.
Wie schätzt Du die Szene in unseren Nachbarländern ein?
Ich habe festgestellt, dass es im Ausland sehr viele Musiker gibt, die sich voll und ganz für die Musik engagieren und einsetzen. In der Schweiz habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass es für junge Musiker nicht immer einfach ist, sich weiterzuentwickeln. Ich weiss nicht genau, wie das im Ausland funktioniert, aber ich habe das Gefühl, dass man hierzulande mehr für junge Künstler machen könnte.
Ein Musiker muss sich in der Schweiz sein Brot hart verdienen. Was braucht es, damit sich ein Musiker in der Schweizer Musikszene etablieren kann?
Harte Arbeit, viel Glück, Leidenschaft, ein Ziel vor Augen und Hartnäckigkeit. Auch muss man zur richtigen Zeit den richtigen Menschen über den Weg laufen. Ich denke, dass die Chancen höher sind, wenn man ins Ausland expandiert.
Welche Ziele/Träume hast Du für Deine Zukunft?
Mein Ziel ist es, mir als Produzent oder Musiker eine Basis zu schaffen. Aber vor allem möchte ich eine glückliche Familie haben.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 22.03.2011, 08:23 Uhr
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