Aextra
Wie definiert ihr euren Sound? Aextra ist eine Rockband die in erster Linie richtig Gas gibt. Die Jungs lieben es aber auch, Ihre Energie in schönen Balladen auszudrücken. Es schlagen also zwei Herzen in Aextra.
Wie entstehen die Songs?
Wir haben keine Formel, wie bei uns ein Song entsteht. Das kann auf viele verschieden Arten geschehen. Einerseits kommt Schibä mit einem fast fertigen Song und die ganze Band arbeitet noch daran, anderseits kommt Kusi mit einer musikalischen Idee oder Ändu mit einer Idee zum Text und die ganze Band arbeitet dann daran. Wichtig ist einfach: Der Song wir immer in der ganzen Band bearbeitet und fertig gestelltt. Denn nur so kommt das Aextra-Feeling dazu.
Wie lange macht ihr schon Musik?
Das ist unterschiedlich. Rolf und Ändu spielen zum Beispiel schon seit der neunten Klasse in der gleichen Band. Kusi spielte aber auch schon lange Zeit vor aextra in diversen Bands in der Region Thun. Auch Schibä hatte einige Projekte vor aextra. Kurz gesagt, ab 12 Jahren gab es für jeden fast nur noch eins: die Musik.
Was war bisher der grösste musikalische Erfolg?
Ein grosser Erfolg war, als wir den Plattenvertrag mit Sony BMG erhalten haben. Des Weiteren natürlich dann die erste CD sowie die erste Tour. Spezielle Konzerte wie Hoch Ybrig, Tufertschwil und das Innenstadtfest sind uns in bester Erinnerung. Danach prägte uns auch die zweite CD sowie die anschliessende Tour. Mit einem tollen Open Air Gampel und vielen schönen Club-Gigs. Zudem war unser Auftritt am Snowpenair ein unvergessliches Erlebnis.
Was wollt ihr noch erreichen?
Ein grosses Ziel von uns allen ist, mit einer CD den Goldstatus zu erreichen. Das wäre schön. Zudem wäre ein Konzert am legendären Gurtenfestival ein grosser Traum von uns. Wichtiger für uns ist aber, dass wir unseren Traum weiterleben können, und noch weitere CDs produzieren können.
Habt ihr schon eine CD produziert?
Falls ja, wie viele? Wir haben bis jetzt zwei Alben produziert: Aextra – «Aextra» (2002) Aextra – «Aecht» (2005)
Was bedeutet euch eure Herkunft?
Da wir Mundart singen, ist natürlich der Dialekt darin verwurzelt. Dies freut uns sehr! Ansonsten empfinden wir die ganze Landschaft, die Leute, einfach das ganze Sein im Berner Oberland als sehr inspirierend für unsere Musik. Es gibt nichts Schöneres als mit der Gitarre an den See zu wandern und einen Song zu komponieren. Oder bei Kusi aus dem Fenster seines Studios zu schauen und sich von Eiger, Mönch und Jungfrau inspirieren zu lassen.
Was heisst es, hier in der Region Musik zu machen?
In der Region gibt es viele Mundartbands, so haben wir schon viele Freunde gewonnen. Die Jungs von Plüsch sind zum Beispiel alle gute Kollegen geworden. Auch mit den Mitgliedern von Scream und Airbag geht man ab und zu ein Bierchen trinken. Diese Vielzahl von Bands ermöglicht viele Freundschaften, natürlich gibt es aber auch Konkurenz…
Welches ist das beste Konzertlokal in der Region?
Hier in der Region finden wir die «Atli Moschti» sowie das «Mokka» supergute Konzertlokale. Die «Alti Moschti» besticht durch sein kleines, feines Feeling und das «Mokka» durch seinen schrägen Look. Es ist immer wieder eine Freude in einem der beiden Lokale zu spielen.
Was ist Euer Tipp für Newcomer?
Das Wichtigste ist: Macht die Musik, die Euch Spass macht und immer dran bleiben! In der Musikbranche fällt man vielleicht zuerst 100 Mal um, um dann einen Schritt nach vorne zu gehen. Und dies ist auf jeder Ebene des Erfolges so. Man muss in der Musikbranche einfach verlieren lernen und den Mut haben azunklopfen, nachzufragen, auszuprobieren. Lasst Euch bei einer Absage, von was auch immer, nicht aus der Ruhe bringen, einfach wieder aufstehen und weitergehen, nach dem Motto: «Gring abä und secklä».
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.12.2008, 14:34 Uhr
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