Berner Einstein-Ausstellung in China
Präsenz Schweiz, die Bundesstelle zur Imagepflege der Schweiz im Ausland, finanziert das Unternehmen.
Botschafter Johannes Matyassy, Chef von Präsenz Schweiz, und Vertreter des Berner Museums unterzeichneten am Dienstag vor den Medien in Bern den entsprechenden Vertrag. Anwesend war auch der chinesische Botschafter in der Schweiz. Matyassy sagte auf Anfrage, Präsenz Schweiz leiste 950 000 Franken.
Für Matyassy ist es ein Glücksfall, dass sich chinesische Museen für die Ausstellung interessieren. Sie passe hervorragend in die China-Kampagne 2007-2011 von Präsenz Schweiz. Sie soll im Land der Mitte zeigen, dass die Schweiz nicht nur ein Reise-, sondern auch ein humanistisch geprägtes und forschungsorientiertes Land ist.
Jezler glaubt an Zustandekommen
Die Verträge mit den chinesischen Museen sind zwar noch nicht unterschrieben, doch geht Museumsdirektor Peter Jezler davon aus, dass die Ausstellung über den genialen Schweizer Physiker 2010 in Peking sowie Guangzhou (Kanton) und im Jahr 2011 in Hongkong sowie Schanghai zu sehen ist.
Bei allen Museen handelt es sich um Wissenschafts-, Technologie- oder Geschichtsmuseen mit zum Teil mehr als einer Million Besuchern pro Jahr. Jenes in Peking - neben dem Olympiastadion - wird nächstens eröffnet.
Bereits zweimal befanden sich Delegationen des Berner Museums zwecks Vorbereitung der Ausstellungen in China. Jezler ist sehr zuversichtlich, dass es mit dem Austausch wirklich klapt.
Zum Kontakt kam es, als der in der Schweiz lebende Quian Tang in Bern die Ausstellung besuchte und seine Kinder davon begeistert waren. Das erzählte er selber an der Medienkonferenz. In der Folge empfahl er seinem in Peking lebenden Bruder, dem Leiter einer Ausstellungsagentur, in Bern vorstellig zu werden.
Bern muss auf Einstein nicht verzichten
Die Einstein-Ausstellung im Historischen Museum Bern wurde 2005 als Sonderausstellung eröffnet und zog innert 16 Monaten 350'000 Besucher an. Nun ist sie Dauerausstellung. Damit das Museum eine seiner Attraktionen nicht verliert, ist vorgesehen, die Einstein- Originale in Bern durch Repliken zu ersetzen. (mus/sda)
Erstellt: 19.05.2009, 15:01 Uhr
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