Philip Roths Judenschrei wird zum Hit
Was er von der Verfilmung seines Buches «Portnoys Beschwerden» (engl.: «Portnoy's Complaint») halte, fragte letzten September der Journalist James Marcus den Starautoren Philip Roth in einem Interview für die «Los Angeles Times». Das sei nicht mit Worten erklärbar. «In diesem Film geht es um Schreie, jüdische Schreie», sagte Roth und gab gleich ein «kleines, nicht ganz ernstzunehmendes Beispiel», wie ein solcher etwa tönt.
Marcus war von Roths Schrei dermassen beeindruckt, dass er daraus einen Techno-Song mixte und ihn als Klingelton veröffentlichte. Der «Jewish shouting mix 3» machte sogleich in der New Yorker Szene die Runde; seit er online frei zur Verfügung steht, wird er weltweit heruntergeladen.
Der Journalist plant nun, eine 15-minütige Langversion seines Stücks zu produzieren, damit in New Yorks Clubs bald zum Schrei eines 76 Jahre alten Schriftstellers getanzt werden kann. (rb)
Erstellt: 29.06.2009, 16:17 Uhr







