Neues vom Meisterdetektiv
Aktualisiert am 02.02.2012 1 Kommentar
Anthony Horowitz, Das Geheimnis des weissen Bandes, Suhrkamp Verlag, Dezember 2011, ISBN 978-3-458-17543-8, 352 Seiten.
«Das Geheimnis des weissen Bandes»
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Auch in Horowitz' Roman «Das Geheimnis des weissen Bandes» begegnet man Holmes' treuem Adjutanten, dem Mediziner Dr. Watson, der sich bemüssigt fühlt, einen der spektakulärsten Fälle des Duos niederzuschreiben.
Überfall der skrupellosen Flat Cap Gang
In einer Winternacht des Jahres 1890 erhalten Holmes und Watson Besuch von einem verängstigten Mann, dem offenbar eine amerikanische Verbrecherbande nachstellt. Monate zuvor wurden dem Galeristen kostbare Gemälde auf dem Transport nach Amerika geraubt. Bei dem Überfall der skrupellosen Flat Cap Gang starb deren Anführer – nun mutmasst der Galerist, dessen Zwillingsbruder sei ihm mit Racheabsichten nach London gefolgt.
Holmes und Watson machen sich auf die Suche nach dem Halunken und kommen allerhand grausigen Untaten auf die Spur. Im Mittelpunkt steht ein ominöses weisses Band, das die Zugehörigkeit zu einer Geheimgesellschaft belegt und an dahingemeuchelten Toten drapiert eine imposante Drohgebärde darstellt.
Holmes, unerschrocken wie eh und je, deckt Erschütterndes auf, stapft unvermutet in den Sündenpfuhl der besten Londoner Kreise, gerät selbst in die Schusslinie von Schurken und landet sogar im Gefängnis. Doch seine Courage zahlt sich wie immer aus, unbeirrbar bahnt Holmes sich einen Weg durch menschliche Schlechtigkeit und zwingt das Böse auch diesmal mit unübertroffener Kombinationsgabe zur bedingungslosen Kapitulation.
Mit britischer Nonchalance
Horowitz, Jahrgang 1956, lässt die gute alte Zeit aufleben, in der Verbrecher noch nachvollziehbare Motive für ihre Taten hatten, man mit Logik und Sachverstand listigen Gaunern das Handwerk legen konnte und in der es vor allem Lichtgestalten wie Sherlock Holmes gab. Der laviert sich mit britischer Nonchalance durch den Fall, bringt Strassenjungs ebenso zum Reden wie gefährliche Mörder. Wie der kluge Held dem Bösen Paroli bietet, aus wenigen Anhaltspunkten Motiv und Tathergang erschliesst, trägt magische Züge.
Der Roman ist eine elegante Hommage an den berühmten Detektiv und eine Reminiszenz an Zeiten, in denen man das Verbrechen noch bekämpfen konnte. Als charmante Geschichte mit Retroflair bietet Horowitz' Holmes-Adaption richtig gute Unterhaltung. (dapd)
Erstellt: 02.02.2012, 08:20 Uhr
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Brian True-May, der "Barnaby" produzierte, sagte letztes Jahr: "Wir zeigen einfach keine ethnischen Minderheiten, weil es dann kein englisches Dorf mehr wäre. Das würde nicht funktionieren. Wir sind die letzte Bastion des Englischen." Schön, deshalb der Erfolg, aber sagen darf man es nicht - er wurde suspendiert. Quelle: Wikipedia, "Inspector Barnaby". Schöne alte Zeit... Antworten



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