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Brasilianische Kurven in Beton

Von Michèle Binswanger. Aktualisiert am 10.01.2011

Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer feierte seinen 103. Geburtstag mit der Eröffnung von zwei neuen Museen für sein Werk. Zu seinen Formen inspiriert haben ihn brasilianische Frauen.

1/10 Der neueste Bau des Meisters: Das Oscar Niemeyer International Cultural Center in Aviles im Norden Spaniens.

   

Die Vorstellung, auch mit 103 Jahren noch arbeiten zu müssen, mag nicht jedermanns Sache sein. Doch auch im hohen Alter noch einer Berufung nachgehen zu wollen und auch zu können, muss hingegen ein Segen sein. Im Falle des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer gilt dies nicht nur für ihn selber, sondern auch für seine Mitmenschen.

Niemeyer ist 103 Jahre alt und blickt auf eine 70-jährige Architekten-Karriere zurück. Er hat so bekannte Bauten entworfen wie das UN-Gebäude in New York und zahlreiche futuristische Bauten in Brasilia. Trotz fortgeschrittenen Alters scheint er aber kein bisschen müde. Zu seinem Geburtstag vergangenen Dezember präsentierte er gleich zwei neue Gebäude, die seinem Schaffen gewidmet sind – natürlich von ihm selber entworfen. Das «Oscar Niemeyer cultural centre» in Aviles im Norden von Spanien und die «Oscar Niemeyer Foundation» in Niteroi, ausserhalb von Rio de Janeiro.

Futuristische Formen

Die Foundation zeigt die für Niemeyer typischen kubistischen Raumteilungen und geschwungenen Formen, zu denen er sich nach eigenen Aussagen von den Kurven der brasilianischen Frauen inspirieren liess. Sie wurden zum Markenzeichen des Modernisten und machten seine Bauten weltberühmt.

Oscar Niemeyer war ein Student beim Schweizer Architekten Le Corbusier. Er hat über 600 Gebäude weltweit entworfen. Am bekanntesten sind seine Gebäude, die er für Brasilia entwarf, welches in den Fünfzigern als neue staatliche Hauptstadt Brasiliens konzipiert und gebaut wurde. Seine futuristischen Designs wirkten als dramatisches kulturelles Statement in der Retortenstadt und wurden als Ikonen der modernen Architektur gefeiert. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.01.2011, 16:09 Uhr

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