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Börsengang mit angezogener Handbremse

Aktualisiert am 02.02.2012 9 Kommentare

Facebook stapelt tief: Der Börsengang soll nur die Hälfte der von Beobachtern erwarteten Summe einbringen. Heute dürfte der Social-Media-Riese Klarheit schaffen.

1/19 Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (mit Sonnenbrille): Im Februar 2012 kündigt das Portal den Gang an die Börse an. Das Portal zählt 845 Millionen Nutzer und ist in 70 Sprachen verfügbar. Wenn das soziale Netzwerk ein Land wäre, hätte es nach China (1,34 Milliarden Menschen) und Indien (1,17 Milliarden) die drittgrösste Bevölkerung.
Bild: AFP

   

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Die angepeilten Einnahmen des Facebook-Börsengangs lägen zunächst bei 5 Milliarden Dollar, schreibt die «New York Times» unter Berufung auf eine eingeweihte Person. Bislang wurde von 10 Milliarden Dollar ausgegangen.

Facebook ( 31.91 -3.39%) dürfte heute den ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse machen: Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wird im Laufe des Tages die Veröffentlichung des Börsenprospekts erwartet, der die potenziellen Investoren mit den Geschäftszahlen des Unternehmens vertraut macht.

Tiefstapeln hat System

In dem Börsenprospekt stehen auch die erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf eines ersten Schwungs an Aktien – die erwähnten 5 Milliarden Dollar. Die Summe ist aber nicht viel mehr als ein Anhaltspunkt. Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und falls genügend Nachfrage besteht, später den Preis erhöhen.

Doch selbst mit 5 Milliarden Dollar wäre Facebook immer noch einer der grössten Internet-Börsengänge aller Zeiten. Suchmaschinenprimus Google kam bei seinem Börsengang im Jahr 2004 auf Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar. Zusammen mit den Aktien, die bei den Alteigentümern verblieben, lag die Gesamtbewertung damals bei 23 Milliarden Dollar. Bis heute sind daraus 189 Milliarden Dollar geworden.

Bis zu 100 Milliarden wert

US-Medien gingen bislang davon aus, dass Facebook beim Börsengang mit 75 bis 100 Milliarden Dollar bewertet wird. Damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen.

Von der Vorlage des Börsenprospekts bis zum eigentlichen Gang an die Börse kann es aber noch Monate dauern. In dieser Zeit wirbt die Facebook-Führung um Gründer Mark Zuckerberg bei Investoren für ihr Unternehmen. Hilfe erhält Zuckerberg dabei von der US-Investmentbank Morgan Stanley; laut US-Medienberichten steht das Wallstreet-Haus endgültig als federführende Bank fest. (rub/sda)

Erstellt: 01.02.2012, 08:35 Uhr

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9 Kommentare

Daniel Munkerl

01.02.2012, 10:52 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Facebook geht an die Börse und damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen. Ist das nicht pervers ?
Vielleicht wäre es angebracht, Psychotherapien für Investoren durchzuführen; wo man den Anschluss zur Realität zurückgewinnen kann - warum lässt man Kinder (36 Mio. jährlich) verhungern ?
Antworten


Holger Kamps

01.02.2012, 10:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung

FB ist bewertungsmässig ein ideales Vehikel für den Verkauf von heisser Luft. Eine Blase schon ab dem 1. Handelstag? Antworten



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