Raubkopien im Präsidentenpalast
Probleme mit dem Copyright: Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. (Bild: Keystone)
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Die Kommunikationsabteilung des Präsidentenpalastes fertigte hunderte Duplikate eines Films über Nicolas Sarkozy an – ohne vorher den Rechteinhaber um Erlaubnis zu fragen. Die Silberlinge verteilten Mitarbeiter an einer Botschafterkonferenz.
Für die Kopien sind laut der Zeitung «Canard enchaîné» sogar neue Hüllen erstellt worden. Auf ihnen sei vermerkt, dass das Copyright beim Élysée liege - obwohl die Produktionsfirma Galaxie die Rechte halte. Der Geschäftsführer der Firma reagiert ziemlich verdutzt: «Ich wusste nicht, dass ich unter dem Copyright des Élysée arbeite.» Er habe in diesem Fall aber nichts gegen die Kopien. Lediglich die neue Hülle verwundere ein wenig.
Nach Angaben aus dem Präsidentenpalast hatte einer der Mitwirkenden an der Produktion grünes Licht für die Anfertigung der Kopien gegeben, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Dieser sei allerdings nur einfacher Moderator in dem Film gewesen und habe keinerlei Rechte. Sarkozy und die französische Regierung gelten europaweit als Vorreiter im Kampf gegen Verletzungen des Urheberschutzes. Professionellen Raubkopierern drohen bis zu drei Jahre Haft und Geldstrafen in sechsstelliger Höhe. (ah)
Erstellt: 08.10.2009, 14:28 Uhr
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