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Nicht nur Samsung setzt auf «aggressive Preise»

Aktualisiert am 31.12.2011

Da immer mehr Kunden nach Smartphones greifen, überfluten insbesondere chinesische Hersteller den Markt mit einfacheren und deshalb billigeren Geräten.

«Aggressive Preise»: Koreanischer Handyhersteller Samsung.

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Bild: Keystone

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2012 wird das Jahr der Günstig-Smartphones: «Die Entwicklung ist schon voll im Gang», weiss Ralf Beyeler, Telecom-Experte beim Vergleichsdienst Comparis.ch. Laut dem Branchenkenner hat der Discounter Aldi bereits für unter 100 Franken ein Smartphone angeboten. Und auch beim Telekomunternehmen Swisscom seien heute Prepaid-Smartphones für rund 60 Franken zu haben.

Traditionsgemäss kaufen Schweizer Kunden aber teure und hochwertige Geräte - das iPhone von Apple (AAPL 433.26 -0.30%) etwa, das hierzulande sehr populär ist. Im oberen Qualitätssegment würden sich die Preise kaum bewegen, sagt Beyeler gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Aber es sei durchaus denkbar, dass sich einfachere Geräte auch in der Schweiz durchsetzen.

Google (GOOG 705.13 0.74%) profitiert

Davon werde vor allem das Google-Betriebssystem Android profitieren, sagt Gartner-Analystin Roberta Cozza. «Mit dem wachsenden Anteil preiswerter Smartphones wird Android der dominierende Spieler auf dem Markt bleiben.»

Den Trend dürften unter anderem die chinesischen Hersteller Huawei und ZTE anfeuern. Auch der südkoreanische Samsung-Konzern setze auf «aggressive Preise», sagt Cozza der Nachrichtenagentur dpa.

Bei Swisscom beträgt der Anteil verkaufter Smartphones am Umsatz heute über 60 Prozent, bei Konkurrent Sunrise gar 80 Prozent. Eine ähnliche Tendenz zeichnet sich laut Cozza überall in den entwickelten Märkten ab; insgesamt war zuletzt gut jedes zweite verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone.

Gemäss Roberta Cozza werde bereits eine Sättigung spürbar, mit der frühere Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent nicht mehr erreicht werden. «Die Zeit der Riesen-Sprünge geht vorüber», sagte Cozza. Dies sei ein weiterer Grund dafür, dass sich die Preise in Zukunft nach unten anpassen.

Smartphones sind schnell alt

Ralf Beyeler will indes nicht von einer Sättigung sprechen. «Jemand, der bereits ein Smartphone besitzt, wird häufiger wechseln», sagt er. Die Technik schreite so schnell voran, dass man gar keine andere Wahl habe. «Für Android-Geräte, die älter als ein Jahr sind, gibt es häufig keine Möglichkeit, ein Update durchzuführen»

Er rechnet damit, dass die Kunden durchschnittlich alle ein bis zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen werden. Bei Hype-Produkten wie dem iPhone sind die Intervalle noch kürzer.

Bei den teuren Computerhandys wird das iPhone von Apple der stärkste Konkurrent von Android bleiben, schätzen die Experten. Zugleich könnten aber auch günstig angebotene ältere iPhone-Modelle den Android-Vormarsch etwas bremsen.

Erwartet wird, dass der Vormarsch günstiger Smartphones in Westeuropa und den USA spürbar sein wird. Die preiswerten Geräte dürften dort den Abschied von einfachen Handys beschleunigen, prognostizierten die Branchenkenner.

(rek/sda)

Erstellt: 31.12.2011, 11:45 Uhr

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