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Alleskönner iPhone

Von Mustafa Dikbas. Aktualisiert am 07.07.2009

Das iPhone kann viel. Und täglich lernt es mehr dazu. Mit dem jüngsten Systemupdate wird das iPhone definitiv zum Alleskönner.

Das iPhone: Ein Gerät für alles.

Das iPhone: Ein Gerät für alles.
Bild: Keystone

Eigentlich hätte Apple dem iPod Classic bloss eine Antenne einbauen und eine Telefontastatur verpassen müssen, fertig wäre das iPod Phone gewesen. Vermutlich hätte sich niemand beschwert. Im Gegenteil: Apple wäre wohl sogar für den «logischen Schritt» gelobt worden. Aber der wäre alles andere als innovativ gewesen. Und deshalb hat Apple schliesslich doch ein neues Gerät gebaut, ausgestattet mit einem neuen Betriebssystem.

Der Trumpf des iPhones ist, dass es mit Zusatzprogrammen erweitert werden kann. Über 50000 Programme machen aus dem iPhone wahlweise eine mobile Spielkonsole, ein Navigationsgerät oder ein Blutzuckermessgerät. Die Programme werden rege geladen: Nach nur neun Monaten wurde die Marke von einer Milliarde Downloads überschritten. Verantwortlich dafür ist vor allem die Einfachheit, mit der neue Programme geladen werden können. Einmal registriert, reicht ein Klick, schon ist das iPhone oder der iPod Touch um eine Applikation reicher.

Neues System erlaubt mehr

Trotz der Begeisterung fürs Gerät: Ganz zufrieden waren die Entwickler bislang nicht. Apple hatte allzu streng reglementiert, worauf ein Programm zugreifen kann – und damit viele spannende Möglichkeiten verbaut.

Vor wenigen Wochen ist nun das iPhone-Betriebssystem OS 3.0 erschienen. Es eröffnet den Entwicklern weitere Möglichkeiten. Laut Apple stehen 1000 neue Programmschnittstellen zur Verfügung. Sie bieten einen tieferen Zugriff aufs Betriebssystem als beim Vorgänger. Neu sind sogenannte «In-App-Purchases» erlaubt. Diese sind bei Spielen interessant: Gefällt den Kunden ein Spiel, können sie neue Levels hinzukaufen. Durch die neuen Schnittstellen kann komplexere Software programmiert werden. Da Apple zudem die Entwicklerverträge entrümpelt hat, sind nun auch etwa Navigationsprogramme möglich. Ein erstes verkauft Navigon nun bereits über den App-Store (siehe Test unten); im August will Tom Tom nachlegen.

Viele weitere Programme sind denkbar. Ein Beispiel? Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte könnten die Daten ans iPhone schicken, wo sie protokolliert und analysiert würden. Auf Wunsch schickte das iPhone die Ergebnisse gleich dem Arzt.

Das Programm schläft nur

Neu in OS 3.0 ist eine Push-Funktion. Dadurch kann ein Programm Daten empfangen, auch wenn es nicht aktiv ist. Noch nutzen wenige Applikationen diese Möglichkeit, aber Anwendungen wie Skype oder Facebook sind geradezu prädestiniert dafür. Als weitere Neuheit lässt OS 3.0 Peer-to-Peer-Verbindungen via Bluetooth zu. Auch hier spielt Apple in die Hände der Spiele-Entwickler: Zwei iPhone-Besitzer mit dem gleichen Spiel könnten nun bei einem Abstand von wenigen Metern gegeneinander zocken.

In Anbetracht der Möglichkeiten wird klar, weshalb Apple ein neues Gerät entwickelt hat, anstatt bloss den iPod aufzupeppen. Auch wenn die Konkurrenz von Windows Mobile über Symbian bis Android ähnliche Programmshops aufbaut: Apples App-Store wird seine Vormachtstellung halten. Der Grund: Entwickler müssen sich nur an die Vorgaben des iPhones und des iPod Touch halten. Ein Entwickler für Windows Mobile hingegen muss zig Geräte berücksichtigen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.07.2009, 14:58 Uhr

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