29 praktische Smartphone-Helfer
Von Mathias Born. Aktualisiert am 10.01.2012
Das ist ein neuer Rekord: So viele Android-Smartphones wie an Weihnachten wurden laut Google noch an keinem anderen Tag aktiviert. Auch die iPhones und iPads waren gemäss Marktforschern beliebte Weihnachtsgeschenke. Viele Leute besitzen also neu ein Smartphone. Richtig «smart» wird dieses erst mit Zusatzapplikationen. Deshalb gilt es nach der Bescherung im riesigen Fundus des App-Shops zu wühlen und nach passenden Applikationen Ausschau zu halten.
Um die Suche zu vereinfachen, stellen wir Apps vor, die von allgemeinem Interesse sein könnten. Dabei beschränken wir uns auf die beiden am weitesten verbreiteten Smartphonesysteme: Googles Android und Apples iOS.
Stets auf dem rechten Weg
Das Smartphone soll ein praktischer Helfer sein, wenn man unterwegs ist. Wer in der Schweiz oft öffentliche Verkehrsmitteln benutzt, installiert am besten die App der SBB, mit der man bequem den Fahrplan konsultieren und sogar Billette kaufen kann. Mit Mezi holt man sich zudem detaillierte Fahrpläne und Infos zu Bern Mobil und zu den lokalen Postautoverbindungen aufs Gerät. Egal, ob mit ÖV, mit eigenem Fahrzeug oder zu Fuss: Eine Karten-App weist den richtigen Weg. Bereits vorinstalliert ist Google Maps, eine App, die sich auch als Ersatznavigationsgerät einsetzen lässt. In den Auslandferien taugt sie jedoch wenig, da beim Herunterladen der Kartenkacheln hohe Roaminggebühren anfallen. Besser bedient ist man auf Städtereisen mit Apps, welche die Karten von Openstreetmap lokal speichern – etwa OSMAnd (nur Android) und Offmaps² (iOS). Als günstiges Ersatznavigationsgerät kann man Skobbler einsetzen. Allerdings ist derzeit wegen der noch nicht durchgehend guten Kartenqualität und der Probleme bei der Routenberechnung Vorsicht geboten.
Viel Lesefutter und Musik
Apps von Zeitungen und Newsportalen halten einen auch unterwegs auf dem Laufenden, so auch jene der Berner Zeitung. Elektronische Bücher kauft man am einfachsten via iTunes (iOS) oder via Kindle von Amazon. Wer oft im Web Lesestoff sucht, wird die App Read It Later schätzen: Sie sammelt jene Texte, die später gelesen werden sollen.
Das Smartphone dient auch als Musikabspielgerät, Radio und Fernsehgerät. Bei iPhones ist mit iTunes bereits ein Musikladen mit an Bord. Doch auch bei Android kann man dank Amazon MP3 bequem und günstig Musik einkaufen. Ein vorläufig noch ziemlich kleines MP3-Sortiment bietet Ex Libris. Viele Android-Geräte verfügen, anders als iPhones, über eingebaute Radioempfänger. Doch auch wenn keiner vorhanden ist, kann man Radio hören: übers Internet. Die wichtigsten Schweizer Sender sind in Radio Rec+ (Android) oder Radios (iOS) zusammengestellt. Wer eine bestimmte Sendung nicht verpassen will, abonniert sie mit iTunes (iOS) oder Listen (Android). Um in der Schweiz live fernzusehen, installiert man Teleboy TV (Android/iOS), Zattoo oder Wilmaa (beide iOS). Das Schweizer Fernsehen stellt zudem zahlreiche Sendungen zum Herunterladen zur Verfügung. Am einfachsten greift man darauf mit SF (iOS) oder der von einem Studenten entwickelten App Pod (An-droid) zu. Achtung: Dabei werden grosse Datenmengen übertragen. Je nach Mobilfunkabo lädt man Multimedia-Inhalte besser per WLAN herunter. Apropos: Mit Droidstats (Android) behält man die Datenmenge im Auge, bei iPhones mit dem im System integrierten Zähler (unter Einstellungen – Allgemein – Benutzung); dieser muss monatlich manuell zurückgesetzt werden.
Telefonieren und chatten
Nicht zuletzt kann man mit einem Smartphone natürlich auch telefonieren und chatten. Und auch diese Funktionen lassen sich erweitern: Mit den Apps von Search oder Local greift man etwa bequem aufs Telefonbuch zu. Zudem blenden sie bei eingehenden Anrufen ein, auf wen die betreffende Nummer registriert ist. Mit Skype telefoniert und chattet man mobil fast wie am Computer. Und notorische SMSler drücken die Kosten mit der Whatsapp.
Das Smartphone hält einen auch auf dem Laufenden, was die Freunde und Bekannten so treiben. Sowohl Facebook als auch Twitter und Google+ bieten Apps an. Und mit Latitude kann man sich auf der Karte zeigen lassen, wo sich Freunde, die den Dienst auch aktiviert haben, gerade herumtreiben. (Berner Zeitung)
Erstellt: 10.01.2012, 15:34 Uhr
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