iBudget statt iPhone
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.08.2011 6 Kommentare
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M-Budget Mobile bietet per sofort zwei Kombipakete mit Handy-Abo und Internet-Zugang an. Ein Festnetzanschluss sei somit nicht mehr nötig, heisst es in einer Medienmitteilung.
Das Angebot beinhalte ein M-Budget Mobile-Abo sowie einen DSL-Anschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 5Mbit/s. Die Kombination eines DSL-Anschlusses mit M-Budget Mobile Abo Basic koste monatlich 59.80 Franken, mit einem Abo Surf 69.80 Franken. Der DSL-Anschluss ist laut Angaben der Migros nicht mit einer Mindestvertragsdauer verbunden.
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Im Juli wurde bekannt: Nokia ( 2.82 2.92%) geht in die Preisoffensive. Der kriselnde Handyhersteller wolle bei seinen Modellen N8, C7 und E6 die Preise um 15 Prozent senken, berichtete Reuters.
Nokia hat die Meldung bislang nicht bestätigt, kündigt jetzt aber die Lancierung eines Billig-Smartphones (ohne vertragliche Bindung an einen Provider) an: Das Nokia 500 ist mit einem schnellen 1GHz-Prozessor und einem 2 GB grossen internen (und auf 32 GB erweiterbaren) Speicher ausgestattet, hat ein Offline-Navitool, verfügt über eine 5-MP-Kamera und einen Touchscreen. Der unverbindliche Richtpreis für das Gerät mit 8,2-Zentimeter-Bildschirm beträgt 268 Franken. Zum Vergleich: Das günstigste iPhone 4 (mit 16 GB-Speicher) ist ab 769 Franken zu haben, selbst der speicherreduzierte Vorgänger 3G S (8 GB) schlägt mit 629 Franken zu Buche.
Nur noch die Nummer 3
Der finnische Mobile-Konzern reagiert damit auf den brutalen Konkurrenzkampf in der Smartphone-Branche. Der einst übermächtige Konzern musste sich im zweiten Quartal laut Branchenbeobachtern von Apple (AAPL 562.29 -0.54%) und Samsung ( 239.5 -2.17%) überholen lassen und ist derzeit nur noch die Nummer 3 auf dem Weltmarkt. Während Apple in diesem Zeitraum weltweit 20,3 Millionen iPhones verkaufte und Samsung 19 Millionen, waren es bei Nokia nur noch 16,7 Millionen Exemplare.
Die Folge ist ein Preiszerfall. Dieser geht so weit, dass auf inoffiziellen Verkaufskanälen – wie Recherchen von Bernerzeitung.ch/Newsnet zeigen – der Verkaufspreis für ein neues Nokia N8 90 Franken unter dem Einkaufspreis für das hochwertige Touchscreen-Gerät liegt, welches Videoaufnahmen in HD-Qualität erlaubt.
Meistverkaufte Smartphones
Für einen Abgesang auf Nokia ist es laut Markus Bernhard allerdings noch zu früh. «Nokia ist bei Smartphones zurzeit vielleicht nicht so stark, im Handybereich aber immer noch dominant», sagt der Finanzchef von Mobilezone. Den gesamten Mobiltelefonmarkt betrachtet, betrage Nokias Marktanteil bei Mobilezone etwa 30 Prozent.» Die meistverkauften Smartphones bei Mobilezone seien zwar die iPhone- und Samsung-Galaxy-S-Modelle, Nokia habe aber den grössten Marktanteil im mittleren und unteren Preissegment.
Nokia-Geräte seien nicht die einzigen Produkte, die in der Schweiz jetzt oder bald zu tieferen Preisen angeboten werden. «Im Gegensatz zu anderen Branchen», sagt Bernhard, «geben wir sinkende Einkaufspreise und Einsparungen durch den tiefen Euro sofort an die Kunden weiter. Darum werden nicht nur Nokia-Geräte billiger: Der Megaseller iPhone 4 etwa kostet heute weniger als das erste iPhone-Modell 3G 2008.»
Jedes zweite Smartphone läuft mit Android
Gut möglich, dass auch der iPhone-4-Nachfolger nicht im Hochpreissegment angesiedelt sein wird. Diverse amerikanische und asiatische Analysten sind der Meinung, dass die Zeit reif wäre, eine Art Budget-iPhone anzubieten. Denn mehr als vor Nokia muss der iPhone-Hersteller die Android-Macht fürchten: Das Google-Betriebssystem läuft laut einer neuen Canalys-Studie mittlerweile auf fast der Hälfte aller Multimediahandys. Entscheiden Käufer primär aufgrund des Preises, hat Apple das Nachsehen, denn seine Smartphones sind im oberen Preissegment angesiedelt, wohingegen mittlerweile viele preisgünstige Android-Telefone auf dem Markt sind.
Swisscom: Reduzierte Einkaufspreise «in der Regel» weitergegeben
Die Swisscom, neben Mobilezone ein weiterer grosser Anbieter von Nokia-Geräten, kann «derzeit noch keine Einzelheiten zu den in den Medien besprochenen Preissenkungen bekannt geben», wie Mediensprecher Olaf Schulze auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet sagt. Die Swisscom gebe aber «in der Regel» reduzierte Einkaufspreise ihren Kunden weiter.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.08.2011, 12:19 Uhr
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