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Zuckerbergs wichtigste Waffe

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.02.2012 13 Kommentare

Weltbank, McKinsey, Clinton-Regierung, Google, Facebook: Sheryl Sandberg hat bereits mit 42 Jahren eine beeindruckende Karriere hinter sich. «Forbes» schreibt Facebooks Nummer zwei mehr Einfluss zu als Michelle Obama.

1/15 Mehr als 3200 Menschen arbeiten bei dem 2004 gegründeten Facebook.
Bild: AFP

   

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Das musste selbst das Computergenie Mark Zuckerberg beeindruckt haben: Als Harvard-Studentin schaffte die junge Sheryl Sandberg das Kunststück, die Server der Elite-Uni zum Absturz zu bringen – die Daten, welche die angehende Volks- und Betriebswirtin durch das System laufen liess, waren zu viel für die Unirechner. Ihr Forschungsprojekt «Gewalt gegen Frauen» war ein früher Beweis für Sandbergs Engagement für die Sache der Frau. Bis heute engagiert sie sich für Emanzipationsfragen, etwa in öffentlichen Diskussionsforen.

Der prominente Förderer

Ihr wichtigster Förderer indes war ein Harvard-Mann: In den 90er-Jahren wurde der der damalige Weltbank-Chefökonom Lawrence Summers auf die Tochter eines Augenarztes und einer Englischlehrerin aufmerksam; er führte sie nach Studienabschluss in die Hauptverwaltung in Washington ein und nahm sie nach seinem Wechsel in die Regierung als Stabsschefin mit ins Weisse Haus.

Die US-Hauptstadt indes bedeutete erst der Anfang einer eindrucksvollen Karriere, die sie nach einem Gastspiel bei McKinsey nach Kalifornien führte – zu Google und danach zu Facebook. ( 31.91 -3.39%)

Netzwerk-Chef Mark Zuckerberg lernte die damals 38-jährige Frau auf einer Party kennen und warb sie dem Rivalen unter anderem mit einem Aktienpaket ab (welches heute über 30 Millionen Dollar wert ist, siehe Artikel hier).

Jeden Dollar wert

Selbst die schärfsten Kritiker von Lohnexzessen sind sich einig, dass die zweifache Mutter ihr Geld wert ist. Unter der Leitung der Tagesgeschäft-Verantwortlichen hat sich Zuckerbergs Studentenprojekt zu einem Online-Imperium entwickelt, das seinesgleichen sucht: Bei Sandbergs Amtsantritt hatte Facebook 130 Mitarbeiter, heute sind es 3200, die Nutzerzahlen stiegen seit 2008 von 70 Millionen auf heute 845 Millionen.

Ihre Mission ist damit noch nicht zu Ende. Jetzt, da Facebook den Börsengang angekündigt hat, wird sie eine noch wichtigere Rolle einnehmen als zuvor, zitiert zum Beispiel «Businessweek» den Risikoinvestoren und ehemaligen Facebook-Manager Matt Cohler. Sandberg sei «sehr gut vernetzt, sowohl in Polit- als auch in Wirtschaftskreisen».

Indes, schreibt Readwriteweb.com nehme Sandbarg bei Facebook «nicht nur Einfluss auf die Politik oder den Austausch von Informationen, sondern sie prägt auch die Art und Weise wie Menschen über Kommunikation denken» – insbesonders weil es sich bei Facebook «nicht nur um eine Firma handelt, die kürzlich ihren Börsengang eingereicht hat, sondern weil es eine Kultur ist, an der wir alle teilnehmen und in der wir leben».

Wie lange kann Zuckerberg sie halten?

Nicht wenige sehen in Sheryl Sandberg darum bereits den Politstar der nächsten Generation. Vorerst indes will Facebooks Nummer 2 das Going-Public des weltgrössten Netzwerks über die Bühne bringen. Und danach? Selbst ihr Chef Mark Zuckerberg scheint nicht vollumfänglich überzeugt vom Bleiben der Starmanagerin zu sein: «Wenn sie wollte», lautet ein Zitat von Zuckerberg, «könnte sie Chefin bei jedem Unternehmen sein». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2012, 12:19 Uhr

13

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13 Kommentare

Philipp Rittermann

03.02.2012, 12:39 Uhr
Melden 82 Empfehlung

es ist definitiv kein referenz wenn man bei mc kinsey gearbeitet hat und ich würde mich weigern unter jemandem zu arbeiten, der da dorten war. für karrieregeile mba'ler ohne firmenbezug hingegen ist das das paradies Antworten


Marco Lardi

03.02.2012, 14:01 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Was produziert eigentlich Facebook, stellen die etwas wertvolles her? Keine Ahnung, dass sowas wie FB soviel Geld generiert. Wegen solchen Machenschaften stehen wir mitten in der Krise. Wegen den Handwerkern ist diese Kriese ganz bestimmt nicht gekommen. Antworten



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