Zuckerbergs wichtigste Waffe
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.02.2012 13 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Kann ich Facebook-Aktien kaufen?
- Der nette Datensammler von nebenan
- Börsengang mit angezogener Handbremse
- Die Grossverdiener aus der Facebook-Chefetage
- Mark Zuckerberg lässt viele Fragen unbeantwortet
Bildstrecke
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Bildstrecke
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Bildstrecke
Das musste selbst das Computergenie Mark Zuckerberg beeindruckt haben: Als Harvard-Studentin schaffte die junge Sheryl Sandberg das Kunststück, die Server der Elite-Uni zum Absturz zu bringen – die Daten, welche die angehende Volks- und Betriebswirtin durch das System laufen liess, waren zu viel für die Unirechner. Ihr Forschungsprojekt «Gewalt gegen Frauen» war ein früher Beweis für Sandbergs Engagement für die Sache der Frau. Bis heute engagiert sie sich für Emanzipationsfragen, etwa in öffentlichen Diskussionsforen.
Der prominente Förderer
Ihr wichtigster Förderer indes war ein Harvard-Mann: In den 90er-Jahren wurde der der damalige Weltbank-Chefökonom Lawrence Summers auf die Tochter eines Augenarztes und einer Englischlehrerin aufmerksam; er führte sie nach Studienabschluss in die Hauptverwaltung in Washington ein und nahm sie nach seinem Wechsel in die Regierung als Stabsschefin mit ins Weisse Haus.
Die US-Hauptstadt indes bedeutete erst der Anfang einer eindrucksvollen Karriere, die sie nach einem Gastspiel bei McKinsey nach Kalifornien führte – zu Google und danach zu Facebook. ( 31.91 -3.39%)
Netzwerk-Chef Mark Zuckerberg lernte die damals 38-jährige Frau auf einer Party kennen und warb sie dem Rivalen unter anderem mit einem Aktienpaket ab (welches heute über 30 Millionen Dollar wert ist, siehe Artikel hier).
Jeden Dollar wert
Selbst die schärfsten Kritiker von Lohnexzessen sind sich einig, dass die zweifache Mutter ihr Geld wert ist. Unter der Leitung der Tagesgeschäft-Verantwortlichen hat sich Zuckerbergs Studentenprojekt zu einem Online-Imperium entwickelt, das seinesgleichen sucht: Bei Sandbergs Amtsantritt hatte Facebook 130 Mitarbeiter, heute sind es 3200, die Nutzerzahlen stiegen seit 2008 von 70 Millionen auf heute 845 Millionen.
Ihre Mission ist damit noch nicht zu Ende. Jetzt, da Facebook den Börsengang angekündigt hat, wird sie eine noch wichtigere Rolle einnehmen als zuvor, zitiert zum Beispiel «Businessweek» den Risikoinvestoren und ehemaligen Facebook-Manager Matt Cohler. Sandberg sei «sehr gut vernetzt, sowohl in Polit- als auch in Wirtschaftskreisen».
Indes, schreibt Readwriteweb.com nehme Sandbarg bei Facebook «nicht nur Einfluss auf die Politik oder den Austausch von Informationen, sondern sie prägt auch die Art und Weise wie Menschen über Kommunikation denken» – insbesonders weil es sich bei Facebook «nicht nur um eine Firma handelt, die kürzlich ihren Börsengang eingereicht hat, sondern weil es eine Kultur ist, an der wir alle teilnehmen und in der wir leben».
Wie lange kann Zuckerberg sie halten?
Nicht wenige sehen in Sheryl Sandberg darum bereits den Politstar der nächsten Generation. Vorerst indes will Facebooks Nummer 2 das Going-Public des weltgrössten Netzwerks über die Bühne bringen. Und danach? Selbst ihr Chef Mark Zuckerberg scheint nicht vollumfänglich überzeugt vom Bleiben der Starmanagerin zu sein: «Wenn sie wollte», lautet ein Zitat von Zuckerberg, «könnte sie Chefin bei jedem Unternehmen sein». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.02.2012, 12:19 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
13 Kommentare
Was produziert eigentlich Facebook, stellen die etwas wertvolles her? Keine Ahnung, dass sowas wie FB soviel Geld generiert. Wegen solchen Machenschaften stehen wir mitten in der Krise. Wegen den Handwerkern ist diese Kriese ganz bestimmt nicht gekommen. Antworten
Digital
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



Bitte warten


