Virenschutzprogramme mit Gütesiegel
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 17.01.2011
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AV-Comparatives ist ein unabhängiges Institut mit Sitz in Wien. In einem mehrstufigen Test über zwölf Monate hat die Organisation die 20 aktuellsten Versionen von Schutzsoftware bekannter Antivirenhersteller analysiert.
1. On-Demand-Test
Bei dem sogenannten On-Demand-Test (Qualität der Abwehr von Malware auf Kommando) stammten die besten Produkte von G Data (99,7 Prozent aller Schädlinge erkannt), Avira (99,5 Prozent) und Symantec (98,6 Prozent). Fast gleich sieht es in der Kategorie «Proactive On-Demand Detection Winners» aus. Hier geht es darum, Viren zu erkennen, die neu oder noch ganz unbekannt sind: Der erste Platz ging an G Data, der zweite an Avira und der dritte an Microsoft.
2. Fehlalarme
Interessant auch die Analyse von Fehlalarmen. Ein Programm, welches fälschlicherweise eine Datei als gefährlich einstuft, ist nicht nur mühsam für den Nutzer, sondern auch gefährlich - dann nämlich, wenn Systemdateien fälschlicherweise gelöscht werden. Am zuverlässigsten arbeiten gemäss dieser AV-Comparatives-Analyse F-Secure, Microsoft, eScan und Bitdefender. Das heisst, diese drei Produkte produzieren am wenigsten Fehlalarme.
3. Scan-Option
Es wird jedem Nutzer empfohlen, sein System regelmässig auf Malware zu scannen. AV-Comparatives hat auch dieses Werkzeug von Security-Programmen untersucht. Die Produkte mit den besten Scan-Programmen stammen laut dieser Quelle von Avast und Avira (Platz 1), gefolgt von Symantec und Panda.
4. Geschwindigkeit
Schutzprogramme sind zwingend – das grösste Hindernis, trotzdem ungeschützt das Internet zu nutzen, sind neben den Kosten die Folgen für die Geschwindigkeit des Systems. Viele Antivirenprogramme machen den Computer langsamer. Gute Virenschutzsoftware sollte indes möglichst im Hintergrund ablaufen – ohne dass der Nutzer etwas merkt. Diese Programme und Hersteller schnitten in dieser Kategorie am besten ab: K7, Kingsoft, Sophos, Avast und Microsoft.
5. Rundumschutz
Der beste Multifunktionsschutz (inklusive Firewall, Browser-Schutz zur Abwehr von Hackerangriffen, Spam- und Phishing-Blocker etc.) ist laut der Studie von AV-Comparatives das Programm F-Secure Internet Security für umgerechnet 38 Franken pro Jahr. Die Software wurde von AV-Comparatives zum Produkt des Jahres gekürt. Die Kosten von umgerechnet 38 Franken sind also gut investiert. Auf dem zweiten Platz landetet mit der Avira Premium Security Suite ein etwas teureres Produkt (umgerechnet 51 Franken).
6. Preis
Umfassender Gratisschutz muss nicht unbedingt etwas kosten: Microsoft Security Essentials erreichte in fast allen Tests mindestens die Auszeichnung Advanced, verursachte sehr wenig Fehlalarme und bremste das System nur mässig aus. Erstaunlicherweise arbeitete dieses Gratisprogramm extrem gut beim Aufspüren noch unbekannter Malware. Dafür schwächelt es beim Erkennen von Spyware. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.01.2011, 11:23 Uhr
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