Sex-Erpressung per Facebook
Die Vorfälle sollen sich zwischen Frühjahr 2007 und November 2008 ereignet haben. Vergangenen Dezember geriet der 18-Jährige in den Verdacht, Bombendrohungen an seine Schule verschickt zu haben, woraufhin sein Computer konfisziert wurde. Die Behörden fanden auf dem PC rund 300 Nacktbilder von jungen, noch minderjährigen Männern. Die 31 identifizierten Opfer berichteten alle, dass sie mit dem gefälschten Facebook-Profil hereingelegt wurden.
Falsche Identität, fatale Folgen
Im Gegenzug für die eigenen Fotos und Videos sollten die Teenager entsprechende Bilder des angeblichen Mädchens erhalten. Dabei nutzte der Beschuldigte auch noch die Identität einer Schulkollegin. Doch mehr als die Hälfte der Opfer wurde stattdessen gezwungen, sich auf sexuelle Handlungen mit einem «Freund» des Mädchens einzulassen. Sonst würden die Fotos an Freunde verschickt oder ins Internet gestellt werden. Mindestens sieben der Erpressten liessen sich laut Strafanzeige darauf ein und wurden von dem Betrüger bei diesen Treffen mit seinem Handy fotografiert.
Facebook reagiert
Gemäss der Nachrichtenagentur AP wird sich der Mann wegen mehrfacher sexueller Nötigung von Kindern, Anwendung von sexueller Gewalt, Besitz von Kinderpornografie und Androhung einer Bombenexplosion verantworten müssen. Das Strafmass kann bis zu 300 Jahre betragen. (rek)
Erstellt: 09.02.2009, 08:52 Uhr
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