Nokias Staatsfeind Nummer 1
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 06.01.2012 9 Kommentare
Noch ein Betriebssystem
Nokia hat sich mit Smarterphone, einem norwegischen Softwareunternehmen, ein weiteres Handy-Betriebssystem eingekauft. Wie die Investmentfirma Ferd Capital berichtet, sei die Transaktion bereits im November abgeschlossen worden. Ferd Capital hatte nach eigenen Angaben seit 2007 insgesamt 6,5 Millionen Euro in die Firma investiert.
Smarterphone hat ein Handy- Betriebssystem entwickelt, das einige für Smartphones übliche Funktionen auch auf einfachen Handys zum Laufen bringt. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Ob Nokia neben seinem bisherigen Betriebssystem Symbian und dem Windows Phone des Partners Microsoft tatsächlich an einem weiteren Betriebssystem oder eher an dem Know-how und möglichen Patenten Interesse hat, blieb unklar. (SDA)
Eldar Murtazin.
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27'300 Follower auf Twitter – aber kein Eintrag auf Wikipedia, enormer Einfluss in der IT-Szene – aber beinahe völlige Abwesenheit in den grossen Medien: Eldar Murtazin einzuordnen, fällt nicht ganz leicht. Wenn man etwas mit Bestimmtheit sagen kann, dann dies: Die Online-Publikationen des Chefredaktors des Handyportals «Mobile Review» lassen Interessierte nicht kalt. Entweder man liebt, was Murtazin schreibt, oder man wünscht den russischen Technikexperten zum Teufel.
Die russischen Behörden eingeschaltet
Insbesondere in Skandinavien dürfte Murtazin wenig Freunde haben: Der finnische Handykonzern Nokia ( 2.82 2.92%) befindet sich in einer Dauerfehde mit Murtazin, seit dieser im Jahr 2010 fast gleichzeitig zur offiziellen Vorstellung des damaligen Firmenflaggschiffs Nokia N8 Fotos des Smartphone-Prototyps sowie eine vernichtende Kritik dazu publiziert hatte.
Das Unternehmen, welches das Gerät unbedingt zurückhaben wollte und Murtazin in einem offiziellen Statement des Firmendiebstahls beschuldigte, sah sich daraufhin veranlasst, die russische Justiz einzuschalten.
Geheimtreffen an der CES
Murtazin war es auch, der vor der offiziellen Bekanntgabe die Partnerschaft zwischen dem Handyhersteller und Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) verkündete. Und nun dies: In mehreren Tweets berichtet der Handyexperte von einem Geheimtreffen in Las Vegas, an welchem Microsoft die Smartphonemarke Nokia zu Grabe tragen will. Die Details zur Abspaltung der Mobile-Sparte würden Steve Ballmer und Andy Lees von Microsoft sowie Stephen Elop und Kai Öistamö von Nokia an der am 10. Januar beginnenden Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ausarbeiten.
Erst vor einem Monat überraschte die dänische Danske Bank die Öffentlichkeit mit einer Publikation, wonach die Übernahme Nokias durch Microsoft bis Mitte 2012 abgeschlossen sein soll. Murtazin indes nennt keinen Verkaufstermin, schreibt aber, dass die Verhandlungen relativ rasch zu einem Ende kommen könnten, falls Microsoft dies nur wolle. Der (von Microsoft gekommene) Nokia-Chef Stephen Elop müsste dann laut Murtazin zurücktreten. Ausserdem würde die Marke Nokia nur noch für Handys, nicht aber für Smartphones Bestand haben.
Das Dementi von Nokia
Nokia hat mittlerweile gegenüber N-TV zu Murtazins Spekulationen Stellung genommen: «Wir haben diese Art von Gerüchten schon vor langer Zeit ausgeräumt. Der Fokus für Nokia liegt nun ganz klar auf der Umsetzung unserer Partnerschaft rund um Windows Phone und darauf, das Ecosystem wachsen zu lassen. Beide Firmen verfügen über das, was sie dazu brauchen.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.01.2012, 13:01 Uhr
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9 Kommentare
Wer braucht schon NOKIA. Als Apfle mit dem ersten iFön auftauchte kann ich mich noch sehr gut erinnern dass der damalige Chef von NOKIA mitteilte dass auf einen allfälligen Erfolg in max. 6 Monaten gehandelt werden könnte. Nun seit diesem Zeitpunkt hatte ich NIE wieder ein NOKIA Handy und werde es auch nicht mehr haben. Wie KODAK haben die Manager alles verschlafenund eine Marke zu Grabe gebracht Antworten
Nokia war mit dem Comunicator lange Jahre ein Pionier. Und mit Maemo und Meego waren sie sicherlich auf dem richtigen Weg. Am Tag als der Ex-MS Manager Elop sein Büro bei Nokia bezog, habe ich den Untergang der Firma inner 12 bis 18 Monaten vorausgesagt. Leider werde ich Recht behalten. Antworten
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