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Der iKampf

Aktualisiert am 15.06.2010 19 Kommentare

Nutzt Apple seine Marktposition gezielt aus, um Konkurrenten auszuschalten? Die US-Behörden ermitteln gleich in mehreren Fällen gegen den iPhone- und iPad-Hersteller. Wir erklären, um was es geht.

1/6 Apples dunkle Seite: Dass die Geschäftspraktiken des weltgrössten IT-Konzerns auf dem Prüfstand stehen, muss Firmenchef Steve Jobs zu denken geben.
AFP

«Apple ist das neue Microsoft»

   

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Das iPhone ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. In den USA, dem Hauptmarkt Apples, (AAPL 562.29 -0.54%) werden drei Jahre nach der Lancierung des ersten Modells drei Mal mehr iPhones als Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android verkauft.

Das Land mit der höchsten iPhone-Dichte weltweit ist indes die Schweiz. Hier sind laut Expertenschätzungen derzeit 750'000 solcher Smartphones im Umlauf. Laut «Cash» könnten es bis Ende Jahr eine Million Geräte sein. Zum Vergleich: Letztes Jahr gab es in Deutschland, welches zehn mal mehr Einwohner hat als die Schweiz, «nur» doppelt so viele Geräte wie zwischen Boden- und Genfersee. Und Apple geht ganz selbstverständlich davon aus, dass auch die nächste Produktoffensive bei den Nutzern ankommt: Laut Digitimes produziert der Konzern monatlich drei Millionen iPhone-4-Modelle.

Doch der Erfolg hat längst die Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Sie untersuchen, wie Apple sich die Konkurrenz vom Leibe hält und ob dies allenfalls mit unrechtmässigen Methoden geschieht.

Streitfall Nummer 1: Werbung

Mit iAd wird Apple ab 1. Juli Werbung in Applikationen verkaufen. Für iAd hat Apple die Regeln so definiert, dass es laut Google (GOOG 591.53 -2.01%) App-Entwicklern künftig verboten ist, Werbeplattformen von Konkurrenten wie Google oder Microsoft zu nutzen. Amerikanischen Medienberichten zufolge prüfen nun die Regulierungsbehörden, ob Cupertino damit gegen das amerikanische Kartellgesetz verstösst.

Streitfall Nummer 2: Nutzerdaten

Mit der Lancierung von iAd (und dem neuen Betriebssystem iOS 4) dürfen Unternehmen ab sofort keine Daten mehr sammeln, nutzen und an Drittanbieter weiterleiten, wenn Apple dies nicht genehmigt. Auch diese Einschränkung ist Gegenstand von Vorabklärungen seitens der US-Behörden.

Streitfall Nummer 3: Patente

Der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC wirft Apple vor, insgesamt fünf firmeneigene Patente zu verletzen und fordert ein Verkaufsverbot für iPhone und iPad – eine Retourkutsche aus Taiwan, war der Ausgangspunkt des Streits doch eine Patentklage von Apple gegen HTC. Wie Cnet.com berichtet, überprüft nun die amerikanische Aussenhandelsbehörde ITC die von HTC erhobenen Vorwürfe.

Streitfall Nummer 4: iTunes

Wie das «Wall Street Journal berichtet» hat die US-Justiz den Online-Musikladen iTunes im Visier. Der Vorwurf: Cupertino soll seine Marktmacht (70 Prozent aller über das Internet verkauften Songs stammen von iTunes) ausgenutzt haben, um Plattenlabels den Verkauf exklusiver Inhalte über Konkurrenzplattformen zu verbieten.

Streitfall Nummer 5: Flash

Auch Apples Weigerung, die weiterverbreitete Software Flash auf ihren mobilen Geräten zuzulassen, hat die US-Behörden auf den Plan gerufen. Apple lehnt das Adobe-Programm ab, weil es zu instabil sei und zu viele Ressourcen fresse.

Ob ein formelles Kartellverfahren zustande kommt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. (rek)

Erstellt: 15.06.2010, 10:39 Uhr

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19 Kommentare

Gerhard Engler

15.06.2010, 11:20 Uhr
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Kartell- und Wettbewerbsrecht kommen in den USA und in CH nur dann zum Zuge, wenn jemand ein grosse Marktmacht hat. Dies trifft bei iTunes sicher zu. Aber beim iPhone? Ich höre immer wieder von Leuten, die betonen, dass es genug konkurrenzfähige Produkte von anderen Herstellern gibt. Hat Apple wirklich schon nahezu ein Monopol bei Smartphones? Antworten


Richard Marti

15.06.2010, 11:44 Uhr
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Eines muss man denen bei Apple lassen: Schlau sind sie ja und iTunes ist momentan DIE Goldgrube! Ich denke, dass Apple einem Kartellverfahren gelassen gegenübersteht. Das EU-Kartellverfahren gegen Microsoft bspw. hat defakto auch nicht viel gebracht/Msft geschadet. Antworten



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