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Alles auf eine Karte

Aktualisiert am 04.06.2012 17 Kommentare

Apple könnte auf dem iPhone und dem iPad Abschied nehmen von Google Maps. Die Antwort des Suchmaschinenriesen: Die Totalrevision des populären Kartendienstes.

1/7 Was bietet Apples iOS 6? Das neue mobile Betriebssystem wird an der am 11. Juni startenden Entwicklerkonferenz WWDC 2012 vorgestellt. iOS 6 soll unter anderem einen eigenen 3D-Kartendienst beinhalten. Im Bild: Apples iOS-Chef Scott Forstall.
Bild: AFP

   

Apple-Software mit Facebook

Laut einem Bericht des Onlineportals «Techcrunch» wird Facebook in die Apple-Software iOS 6 integriert.

Welche konkreten Folgen dies hat, weiss man allerdings noch nicht. Weder Apple noch Facebook wollten den Bericht kommentieren. Vor wenigen Tagen gab Apple-Chef Tim Cook bekannt, dass sein Unternehmen künftig enger mit dem Netzwerk kooperieren möchte.

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Am 11. Juni beginnt in San Francisco Apples (AAPL 433.26 -0.30%) Entwicklerkonferenz WWDC. Der iPhone-Hersteller wird dort das neue mobile Betriebssystem iOS 6 präsentieren (Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete).

Mit der Software wird mit grosser Wahrscheinlichkeit unter anderem eine Alternative zu Google (GOOG 699.97 -0.09%) Maps lanciert. Der neue Dienst soll auf iPad und iPhone den Kartendienst des Konkurrenten ersetzen und 3D-Ansichten bieten. Gerüchte über eine Abkehr von Google tauchten seit der Übernahme der Kartenunternehmen C3 Technologies, Placebase und Poly9 immer wieder auf.

Die «nächste Dimension»

Überraschend hat Google nun bekannt gegeben, am Mittwoch einen Einblick in die Weiterentwicklung seines populären Kartendienstes (Marktanteil 64 Prozent!) zu gewähren – ebenfalls in San Francisco. Der Suchmaschinenkonzern schreibt in der Einladung, die dem US-Techautor Seth Weintraub vorliegt, von der «nächsten Dimension» von Google Maps.

Mit Timeline?

In Android-Foren wird derzeit heftig diskutiert, was Google Maps 2.0 bieten könnte. Die Site «Android Police» etwa schreibt, dass aufgrund verschiedener in der Version 6.8 der Android-App von Google Maps entdeckter Files, in deren Namen von einer Timeline die Rede ist, Google Maps die visuelle Aufzeichnung von absolvierten Strecken möglich macht.

Verdrängt Apple tatsächlich Google Maps von iPhone und iPad, erreicht die Rivalität zwischen den IT-Riesen einen neuen Höhepunkt. Spätestens seit der Lancierung der mobilen Werbeplattform iAd im Jahr 2010 sind sich die Unternehmen spinnefeind – eine Entwicklung, die bis vor wenigen Jahren nur die wenigsten prognostiziert hätten: 2006 wurde der ehemalige Google-Chef und jetzige Google-Verwaltungsrat Eric Schmidt in den Verwaltungsrat von Apple gewählt (drei Jahre später verliess Schmidt Cupertino jedoch wieder).

Zankapfel Android

Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs war laut der offiziellen Jobs-Biografie ein erbitterter Google-Gegner respektive von dessen seit 2008 verfügbarem Betriebssystem Android: «Wenn es sein muss, werde ich meinen letzten Atemzug dafür verwenden – und jeden Penny von Apples 40 Milliarden Dollar bei der Bank – um dieses Unrecht zu korrigieren. Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist (...) Ich werde einen Atomkrieg dagegen führen», schreibt Isaacson. Schmidts Nachfolger auf dem Google-Chefposten, Google-Mitgründer Larry Page, zweifelte jedoch unlängst in der Öffentlichkeit Jobs' Ernsthaftigkeit dieser Worte an.

(rek)

Erstellt: 04.06.2012, 12:19 Uhr

17

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17 Kommentare

Richard Löwe

04.06.2012, 12:44 Uhr
Melden 64 Empfehlung 0

Untergang Nummer 2 bei Apple wird weiter zementiert Antworten


Kurt Gerber

04.06.2012, 17:10 Uhr
Melden 23 Empfehlung 0

Wer seinen Kunden ein über Jahre entwickeltes, verbessertes und (meist) einwandfrei funktionierendes Produkt vorenthalten will, ist selber schuld. Ob die Apple-Jünger auch diese Kröte kritiklos schlucken werden oder ob sie langsam merken, dass sie von ihren Gurus scham- und gnadenlos augenommen bzw. nach Strich und Faden veralbert werden? Antworten



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