30'000 Nutzer verlassen Facebook aus Protest
Facebook steht wegen seiner Datenschutzpolitik in den vergangenen Monaten immer wieder in der Kritik, auch von Datenschützern aus der Schweiz.
Dossiers
Artikel zum Thema
- Der einsamste Facebook-Freund
- Facebook-Chats – alles andere als privat
- Tipps für mehr Privatsphäre in Facebook
- Facebook, ade! Zwei von drei Nutzern denken über Ausstieg nach
- Facebook leitete private Daten an Werbekunden weiter
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Mehrere zehntausend Internetnutzer haben das grösste soziale Kontaktnetzwerk am Montag aus Protest gegen die Datenschutzpolitik des Unternehmens verlassen. Bis um Mitternacht (MESZ) in der Nacht auf Dienstag seien insgesamt 32'749 Facebook-Mitglieder einem Aufruf gefolgt und hätten dem sozialen Netzwerk den Rücken gekehrt, teilten die Organisatoren auf der Website «Quit Facebook ( 31.91 -3.39%) Day» mit. Die Gruppe, die ihre Identität nicht näher bekanntgab, hatte für Montag Facebook-Nutzer aufgerufen, ihre Nutzerkonten zu schliessen.
Grosse Kritik
Die Datenschutzaktivisten erklärten, Facebook überlasse seinen Nutzern zwar die Entscheidung, welche Daten diese veröffentlichen wollten - es benachteilige die Anwender dabei aber trotzdem. Kritiker fordern von Facebook seit langem, dass persönliche Daten der Nutzer von Anfang an komplett privat seien müssen.
Auch USA melden Bedenken an
Wer einen Teil davon freigeben wolle, sollte dies dann entscheiden können. Stattdessen sind bei dem Internetnetzwerk von Anfang an viele der angegebenen Nutzerdaten öffentlich ersichtlich und müssen explizit gesperrt werden. Facebook stand wegen dieser Datenschutzpolitik in den vergangenen Monaten immer wieder in der Kritik, auch von Datenschützern und der Politik in Deutschland.
Facebook gerät auch in den USA immer stärker unter Druck, genau so wie Google. Im Kongress wächst die Sorge, dass die Unternehmen die Privatsphäre der Bürger nicht ausreichend schützen. Der Vorsitzende des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses, John Conyers, forderte Google und Facebook auf, mit allen Untersuchungen der Regierung zusammenzuarbeiten.
Was an Facebook stört
Facebook ist in die Kritik geraten, weil es seine Informationen über die Nutzer mit anderen Firmen teilt, damit diese ihre Websiten auf die Vorlieben der jeweiligen Person abstimmen können.
Hinzu kommt die anhaltene Kritik an den Datenschutzeinstellungen bei Facebook selbst. In der vergangenen Woche erst kündigte Facebook Änderungen an, um den Nutzern die Einstellungen eichter zu machen. Conyers forderte Facebook auf, Einzelheiten zum Datenaustausch mit anderen Unternehmen und zu den Änderungen bei den Datenschutzeinstellungen zu nennen.
Mehrere Bürgerrechtsgruppen wie das Electronic Privacy Information Center haben schon Beschwerde gegen Facebook bei der US-Handelskommission eingelegt, die inzwischen den Datenschutz bei Facebook und in anderen sozialen Netzwerken überprüft.
Street View hat ein Imageproblem
Google muss sich rechtfertigen, weil die Kamerawagen für den Dienst Street View in mehr als 30 Ländern auch WLAN-Netze registrierten und Fragmenten von E-Mails und anderen Online-Aktivitäten speicherten. Conyers forderte Google auf, die gespeicherten Daten zu sichern, bis alle Untersuchungen abgeschlossen seien. (rek/afp/ddp)
Erstellt: 01.06.2010, 10:20 Uhr
Digital
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





