120 Blogger hinter Gittern

Aktualisiert am 11.03.2010

Die Organisation «Reporter ohne Grenzen» nennt die Länder, die die Meinungsfreiheit im Internet unterdrücken.

Nicht ungefährlich: Internet-User in China.

Nicht ungefährlich: Internet-User in China. (Bild: Keystone)

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Allein in China befinden sich 72 Internet-Dissidenten in Gefängnissen, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht «Feinde des Internet». Auch Vietnam und der Iran seien in den vergangenen Monaten verstärkt gegen Oppositionelle im Netz vorgegangen. Weltweit sitzen derzeit 120 Blogger hinter Gittern.

Nur wenige Staaten wie Nordkorea, Burma, Turkmenistan und Kuba würden es sich noch leisten, ihre Bürger fast vollkommen von der Internet-Welt abzuschotten. In Nordkorea, Burma und Kuba sei der Internetzugang schon aus technischen Gründen sehr schwer. Staaten wie Saudiarabien, Vietnam oder Usbekistan würden zwar aus wirtschaftlichen Gründen den Netzzugang ausbauen, setzten dafür aber immer schärfere Filtersysteme ein.

Technik immer wichtiger

In Diktaturen biete das Internet oft die einzige Plattform für Debatten und freie Informationen. Nach Angaben von «Reporter ohne Grenzen» spielt im «Cyber-Krieg» zwischen Bürgern und repressiven Regimes die Technik eine immer wichtigere Rolle. Mit immer raffinierteren Verschlüsselungsprogrammen oder Proxy-Schnittstellen versuchten viele Nutzer die Zensur zu umgehen. (vin/sda)

Erstellt: 11.03.2010, 21:55 Uhr

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