Google Street View: Einigung mit Datenschützern

Aktualisiert am 18.08.2009

In Deutschland wird der IT-Riese bei Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, gegen die Widerspruch eingelegt wird, auch die Rohdaten unkenntlich machen.

Seit dem 19. März sind Google-Autos, die Aufnahmen für den Dienst Street View machen, auch in der Schweiz unterwegs.

Seit dem 19. März sind Google-Autos, die Aufnahmen für den Dienst Street View machen, auch in der Schweiz unterwegs. (Bild: Google)

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Im Streit um die geplante Google-Strassenansicht Street View haben sich das Unternehmen und deutsche Datenschützer auf einen Kompromiss geeinigt. Wie der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Mittwoch mitteilte, ist Google nun bereit, auch in den Rohdaten der Kameraaufnahmen Gesichter, Nummernschilder und Häuser von Bürgern zu löschen. Das gilt aber nur für Bilder, bei denen Betroffene der Veröffentlichung widersprechen. Das hatte der Internetanbieter bisher abgelehnt.

Ausserdem soll Google den Link für einen Online-Widerspruch gut sichtbar auf der Website platzieren und den Bürgern eine Empfangsquittung für ihre Einsprüche zukommen lassen. Caspar bewertete die Einigung als Erfolg. Die Regeln gingen weit über das hinaus, was im europäischen Ausland von Google verlangt werde.

Allerdings unterlagen die Datenschützer in einem wesentlichen Punkt: Ursprünglich hatten sie die Unkenntlichmachung des gesamten Rohdatenbestands gefordert. Google wollte die Rohdaten bislang gar nicht anrühren und nur die in Street View veröffentlichten Bilder verpixeln.

Google lässt zurzeit Autos durch deutsche Städte fahren, die pro Stadt mehrere zehntausend Aufnahmen mit einer 360-Grad-Rundumsicht machen und die Bilder mit Geodaten versehen, also den genauen Längen- und Breitengraden. Damit kann man später im Internet praktisch jedes einzelne Haus ansehen. (rek/ap)

Erstellt: 18.08.2009, 10:41 Uhr

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