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Ihre Papiere, bitte!

Aktualisiert am 01.12.2010

Seit Jahren wird erfolglos das papierlose Büro propagiert. Nun wird ein weiterer Versuch gestartet – mit einem PDF, das nicht gedruckt werden kann.

WWF statt PDF: Täglich sterben ganze Wälder für Papier.
Quelle: Youtube


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Der Umweltverband WWF hat ein Dateiformat entwickelt, das man nicht drucken kann. Technisch basiert es auf einem PDF – ausser, dass bei diesem «WWF-Dokument» die Druckoption grundsätzlich gesperrt ist, so der Verband auf seiner Homepage.

Das WWF-Format wurde entwickelt, um unnötiges Drucken zu verhindern. Es soll ein neues Bewusstsein für den Umgang mit Papier schaffen und jedem Einzelnen die Möglichkeit geben, aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Das Programm kann auf der entsprechenden Site (siehe «Links») gratis heruntergeladen werden.

Gratis-Download

Der WWF ist der Ansicht, dass viel zu viele Dokumente unnötigerweise in Papierform gebracht werden und bezieht sich dabei auf eine von Lexmark in Auftrag gegebene Studie, wonach fast die Hälfte aller Befragten täglich 50 Seiten drucken und etwa jeder Dritte grundsätzlich alle E-Mails zu Papier bringt.

«Das überflüssige Drucken entspricht laut Eurostat einer Energiemenge von zehn Milliarden Kilowattstunden und belastet den Klimaschutz mit mehr 655'000 Tonnen Kohlendioxid», schreiben die Umweltschützer. Seit 1950 habe sich der weltweite Papierverbrauch auf 367 Millionen Tonnen versiebenfacht.

Da über 40 Prozent des weltweit geschlagenen Holzes zu Papierprodukten verarbeitet werde, sei die Papierindustrie «ein Schlüsselfaktor, wenn es um die Zukunft unserer Wälder geht».

700'000 Mal die Länge der Zürcher Bahnhofstrasse

Gemäss einer Untersuchung des WWF Schweiz verbrauchen Banken, Versicherungen und Telekomunternehmen 10 bis 15 Prozent der in der Schweiz jährlich verbrauchten 625'000 Tonnen grafischer Papiere. Dies entspreche einem 1 Meter breiten Papierstreifen, der 700'000 Mal der Länge der Zürcher Bahnhofstrasse entspricht oder 16 Mal um die Erde reicht.

Bislang ist die Software nur für Mac-Computer erhältlich, eine Version für Windows soll demnächst folgen. (rek)

Erstellt: 01.12.2010, 14:58 Uhr

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