Der iPad liest auch vor

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 16.03.2010

Das neue Apple-Produkt ist ein Vorverkaufsrenner. Der Erfolg lässt die Verlage nicht kalt: Der grösste amerikanische Buchhändler will eine eigene App anbieten.

1/6 Gigant
Das New Yorker Unternehmen Barnes & Noble ist der grösste Buchhändler der USA.
Bild: Keystone

   

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Etwa 1000 iPad-Bestellungen gehen bei Apple (AAPL 562.29 -0.54%) USA derzeit stündlich ein. Dies berichtet der Blog Appleinsider.com. Seit dem ersten Vorverkaufstag Ende letzter Woche haben schätzungsweise 150'000 Kundinnen und Kunden das Gerät geordert. Macerkopf.de glaubt, dass bis zum US-Verkaufsstart am 3. April etwa eine Million iPads vorbestellt sein werden.

Der iPad funktioniert auch als E-Reader und natürlich haben die grossen Verlage das neue Apple-Produkt für sich entdeckt. Im iBook Store werden Bücher der «New York Times»-Bestsellerliste von grossen als auch unabhängigen Verlagen, unter anderem der Hachette Book Group, HarperCollins Publishers, Macmillan Publishers, Penguin Group und Simon & Schuster angeboten.

Der grösste Buchhändler der USA, Barnes & Noble, will einen anderen Weg gehen: Er bietet eine eigene Lese-Applikation für den iPad an. Das Miniprogramm erlaubt es Bücherliebhabern, über eine Million elektronische Bücher, Zeitungen und Magazine auf die neue Apple-Hardware herunterzuladen. Obwohl der Händler bereits ein entsprechendes Angebot für das iPhone hat (die Gratis-App B&N eReader», auch im Schweizer App Store erhältlich), könnte Cupertino Barnes & Noble jedoch einen Strich durch die Rechnung machen – falls die App abgelehnt wird. Noch hat Apple nicht entschieden, ob sie das Konkurrenz-Programm zum hauseigenen iBook Store zulässt.

A propos iBook: Apple hat auf der iPad-Site Details zur E-Reader-Funktion bekannt gegeben. Die wichtigsten Infos:

  • Im neuen iBook Store, welche via App Store als App heruntergeladen werden muss, sind Bücher im ePub-Format akzeptiert. Laut iPhone-news.org können kostenlose elektronische Bücher in diesem Format über iTunes auf das Tablet synchronisiert werden.
  • Die App iBooks funktioniert mit Voiceover – man kann sich also das Buch vorlesen lassen.
  • Liest man ein Buch im Hochformat, wird nur eine Buchseite angezeigt. Hält man den iPad im Querformat, sieht man zwei Seiten. Blättern kann man wie bei einem normalen Buch, die rechte Seite wird mit einem Finger nach links bewegt.
  • Schriftgrösse und Schriftart kann man beliebig verändern.
  • Jedes in einem E-Book enthaltene Wort kann mit einem langen Fingerdruck im integrierten Wörterbuch oder Wikipedia nachgeschlagen werden.

Und die Inhalte des iBook-Ladens? Gemäss einer Meldung des kalifornischen Unternehmens Busted Loop werden die Bücher in 20 Haupt- und 150 Unterkategorien angeboten.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.03.2010, 17:12 Uhr

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