Diebstahl an den Kunden
Ausgabe vom 8. März. «Bankerboni. CS-Chef wehrt sich»
Diebstahl
Meiner Meinung nach ist das Diebstahl an den Kunden. Früher bekam man noch einen anständigen Zins aufs Sparkapital, heute gibt es praktisch nichts mehr, denn das grosse Geld geht an das obere Kader. Liebe Bonusbezüger, könnt Ihr noch ruhig schlafen? Ihr habt doch alle einen guten Lohn. Ihr seid alle verpflichtet, das Beste zu geben, ohne dass man euch noch auf Kosten der Sparer zusätzliche Boni auszahlt. Ich war 37 Jahre im öffentlichen Dienst und habe immer mein Bestes gegeben, aber nie einen Bonus bekommen. Im Gegenteil, weil ich aus gesundheitlichen Gründen früher in Pension ging, habe ich monatlich 120 Franken Abzug. Ich arbeitete eben nicht beim Sozialamt. Nun muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich mich nicht doch, wie viele andere Anleger, für einen Wechsel entschliessen soll, denn mein Ärger ist sehr gross, und ich kann solche Zustände nicht tolerieren.
Hans-Rudolf Grütter, Bern
Ausgabe vom 26. Februar. Absteller: «In Austria gedruckt?»
Gute Idee torpediert
Einmal mehr wird wohl eine gute Idee torpediert, nur weil sie aus der «falschen» Ecke kommt.
Die Broschüre «Inside Bern» wurde auf meine private Initiative hin mit viel Engagement persönlicher und finanzieller Natur realisiert. Diverse freiwillige Helfer und Entgegenkommen von allen möglichen Seiten waren nötig, um überhaupt bis zum Druck zu kommen. Ein solches Projekt erfordert von allen Beteiligten viel Mut und Kraft und lässt sich nicht so einfach aus dem Stand auf die Beine stellen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Inserenten der ersten Stunde, die sich auf ein Projekt eingelassen haben, und natürlich an alle, die «Inside Bern»
in anderer Form unterstützen. Auch wir hätten es gerne gesehen, wenn das Magazin offiziell in Bern hätte gedruckt werden können. Diverse Berner Druckereien wurden zur Offertstellung eingeladen. Leider konnte niemand für dieses Projekt tragbare Konditionen anbieten.
Peter Bühler, Bern
Zum Thema Steuerhinterzieher und Schwarzfahrer
Samthandschuhe
Beide erschleichen sich Leistungen, ohne zu bezahlen. Bei der Bestrafung gibt es allerdings gewaltige Unterschiede. Beim Schwarzfahren wird nicht zwischen leichtem und schwerem Schwarzfahren unterschieden. Die Busse ist gleich hoch, ob ich vergessen habe, die Mehrfahrtenkarte abzustempeln, oder ob ich es absichtlich getan habe. Beim Libero-Tarifverbund beträgt die Busse 80 Franken, also mehr als das Vierzigfache eines ermässigten Zweizonenbilletts. Steuerhinterzieher dagegen werden mit doppelt gefütterten Samthandschuhen angefasst. Die Busse für vollendete Steuerhinterziehung beträgt in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer. Warum wohl wehrt sich die SVP so vehement für die Beibehaltung des Bankgeheimnisses für inländische Steuerhinterzieher? Wäre Steuerhinterziehung nicht so einfach und würden Steuerhinterzieher so angepackt wie Schwarzfahrer, könnten die Steuern für alle gesenkt werden, ohne dass deswegen der Kanton Bern in Finanznöte geraten würde. Daran sollten Wähler/-innen beim Ausfüllen der Wahlzettel in den nächsten Tagen denken.
Peter Bernasconi, Grossrat, Worb
Ausgabe vom 4. März. «Libyen-Affäre. ‹Totales
Embargo› gegen die Schweiz»
Sündenbock Schweiz
Als 1986 gegen Libyen wegen der «Lockerbie-Affäre» das Embargo verhängt wurde, konnte nur noch die Schweiz Industrieanlagen und Kraftwerke nach Libyen liefern. Dank der ABB, mit Hauptsitz in der Schweiz, wurden in Libyen viele Kraftwerke gebaut, um den grossen Strombedarf des Landes zu decken. Es wäre längst fällig, dass sich auch Staatschef Muammar Ghadhafi an diese Zeit erinnert, wo auch seine Landsleute eine gute Ausbildung bei der ABB in der Schweiz für diese Kraftwerke erhalten haben.
Erst 2004 wurde das Embargo aufgehoben, und es ist die Familie Ghadhafi, die sich mit den Gepflogenheiten im Ausland schwertut. Sein Sohn hatte sich nicht nur in Genf unbeliebt gemacht, sondern auch in Rom, Paris und London. In diesen Ländern hatte man ihn nicht festgenommen, weil das Interesse am Öl aus Libyen Vorrang hatte. – Geld regiert die Welt!
Die Schweiz ist nun der Sündenbock, weil sie in der EU als einziges Land den Mut hatte, Ghadhafis Sohn festzunehmen.
Gegen Ghadhafi gehen jetzt sogar die Muslime auf die Strasse und solidarisieren sich mit dem inhaftierten Max Göldi.
Beni Widmer, Brugg
Botschaft schliessen
Man sollte unsere Botschaft in Tripolis sofort schliessen und unsere Interessen durch die amerikanische Botschaft vertreten lassen (so, wie es die Schweiz im Iran für Amerika tut). Vorher sollten die Genfer Behörden nun schnellstens die Sache mit dem Polizeifoto klären und die Schuldigen gemäss unseren Gesetzen zur Rechenschaft ziehen.
Peter Wolf, Steffisburg
Ausgabe vom 5. März. Leserbrief «Grünlinge in Genf»
Die Zeiten ändern sich
Auch wenn alle Nobelkarossen grün gespritzt herumkurven würden, sind mir im Gegensatz zum Verfasser des Leserbriefes die Maiglöckchen die sympathischeren Frühlingsboten.
Da das Zeitalter der fossilen Energieträger langsam ausläuft und auch die Erkenntnis durchgesickert ist, dass sich die Grösse des Gehirns oft im umgekehrten Verhältnis zu jener des Vehikels verhält, braucht zumindest die Avantgarde heute keine Tonnen von Eisen und Plastik mehr, um ihren Hintern zu bewegen.
Paul Nussberger, Wil
Ausgabe vom 10. März. Kantonsrechnung.Kommentar «Linke
Kässelipolitik»
Sparpolitik bedroht ÖV
Der Kommentator macht in seinem Text zum Rechnungsabschluss des Kantons Bern eine fragwürdige Aussage: Nur mit einer deftigen Steuersenkung werde es gelingen, den Kanton Bern zum Sparen zu bringen. Fragwürdig ist die Aussage erstens, weil der Kanton Bern seine Verschuldung in den letzten Jahren massiv reduziert hat.
Betrug die Verschuldung in den schlimmsten Zeiten über
10 Milliarden Franken, sind es heute noch 5 Milliarden Franken. Einen solchen Schuldenabbau gibt es wohl kaum ohne Sparen. Fragwürdig ist die Aussage sodann bezüglich der Auswirkungen: Die Sparpolitik von Bundesrat Hans-Rudolf Merz bedroht derzeit die Autobuserschliessung ganzer Täler, beispielsweise des Diemtigtals (Ausgabe vom 27.Februar). Dies zeigt: Mit radikalen Mitteln, das heisst der geforderten Politik der leeren Kassen, ist der Berner Bevölkerung nicht geholfen. Der Regierungsrat hingegen ist auf dem richtigen Weg.
Simon Röthlisberger, Liebefeld
Ausgabe vom 8. März. «Rentenkürzung. Tiefes Misstrauen»
Danke
Als Rentner möchte ich allen Mitbürgern und Mitbürgerinnen, welche die Senkung abgelehnt haben, bestens danken.
Seit der letzten Anpassung der Rente an die Teuerung haben wir Rentner einen Kaufkraftverlust von 15 Prozent erlitten. Uns fehlen demzufolge jeden Monat gut 500 Franken, die auch unserer Wirtschaft fehlen.
Wäre der BVG-Satz gemäss der Vorlage gesenkt worden, so hätten wir Rentner vermutlich nie mehr eine Chance gehabt, dass unsere Renten an die Teuerung angepasst würden. Dies hätte nur Banken und Versicherungen genützt und ihnen zu noch mehr Spesen und Boni verholfen.
Hugo Leiser, Ostermundigen
Zu den kantonalen Wahlen
Smartvote deckt Etikettenschwindel auf
Das Wahlmaterial ist eingetroffen, und als liberaler Bürger mache ich mich ans Abstimmen. Wen wählt ein Liberaler wie ich in den Regierungsrat? Die Prospekte helfen mir nicht recht weiter, also konsultiere ich smartvote. Erstes erfreuliches Resultat ist, dass ich mich nicht nur als Liberaler fühle, sondern gemäss den smartvote-Fragen auch einer bin. Erstaunlich ist dann, dass mir der EVP-Kandidat Gsteiger am nächsten liegt. Danach die grosse Leere und das grosse Erstaunen: Die rotgrünen Kandidaten liegen alle deutlich oben auf der liberalen Achse, halt einfach ziemlich weit links. Immerhin sind sie linksliberal - mit einer kleinen Einschränkung für den Gesundheitsdirektor. Vier Zeilen sind gefüllt. Aber wo ist die FDP? Wo sind die Liberalen? Ein Kandidat erscheint rechts von der BDP-Kandidatin, und der andere sitzt gar ganz unten im rechtskonservativen Quadranten mit den SVP-Herren Neuhaus und Rösti. Distanzmässig näher bei mir liegen die CVP- Kandidatin, der zweite EVP-Kandidat und die BDP-Kandidatin. So, smartvote sei Dank, ist der «liberale» Wahlzettel voll. Die Moral von der Geschicht: Bei Kandidaten ist nicht immer das drin, was auf dem Wahlprospekt draufsteht.
Thomas Brönnimann, Co-Präsident Grünliberale Köniz, Mittelhäusern
Zur Abzocker-Initiative
Statthalter mit goldenen Fallschirmen
Ich kann nun nachvollziehen, weshalb mir bei den Steuern das Kilometergeld für die Fahrten der notwendigen ambulanten Behandlungen und Therapien gestrichen worden ist. Die Laptops der «Volksvertreter», die goldenen Fallschirme der abtretenden Statthalter, etc. müssen ja irgendwie finanziert werden. Schade, dass mit der Abzocker-Initiative nebst den raffgierigen Managern nicht auch die sich selbst bedienenden Politiker gestoppt werden können.
Jo Graf, Bleienbach
Ausgabe vom 6. März. «Es rumort im Migrationsamt»
Steuern für die Katz
Dem Artikel konnte ich entnehmen, dass es im Bundesamt für Migration wegen der umstrittenen Personalpolitik von Bundesrätin Widmer-Schlumpf auf der obersten Führungsebene des öftern zu Führungswechseln kommt. Logischerweise führt dieser leidige Umstand zu noch viel höheren Personalkosten. Wenigstens weiss der Steuerzahler, weshalb er in diesem Fall unnötigerweise Steuern bezahlt!
Armin Arnold, Köniz
(BZ-Forum)
Erstellt: 10.03.2010, 19:06 Uhr




