BZ-Forum
Gute Armee gebraucht
Brauchen gute Armee
Ausgabe vom 30. August. «Ueli Maurer droht, das VBS zu verlassen»
Ich bin dafür, dass Bundesrat Ueli Maurer das gewünschte Geld sofort bereitgestellt wird. Wir haben zurzeit linke Parteien, die unser Vaterland verkaufen wollen (an die EU) und militärisch schwächen, bis wir keine Armee mehr haben. Solche Parteien gehören nicht in den Bundesrat, da sie der Schweiz nur schaden. Denn, wir brauchen eine gute Armee. Beat Haenni, Belp
«Es ist unbegreiflich»
Ausgabe vom 28. August. «Wir verlieren viel zu viel Land»
Mit dem Verlust landwirtschaftlicher Produktionsfläche hat das BWL (Bundesamt für Landwirtschaft) sicher recht. Dann folgen aber Widersprüche: 1. Einerseits sollen die Bauern neue Märkte erschliessen, andererseits werden Früchte, Gemüse und Getreide eingeführt. 2. Für das Festsetzen der Beiträge an die Bauern ist der Bundesrat offenbar in der Lage, man möchte eher mehr, was jedoch den Milchpreis angeht, sei er unfähig diesen zu beeinflussen. Es ist unbegreiflich. Das BWL gibt den geordneten Milchpreis auf. Ein Preischaos war voraussehbar.
Ueli Glauser, Bigenthal
Nein zum Avig-Abbau
Revision der Arbeitslosenversicherung. Abstimmung vom 26.September
Mit dem neuen Arbeitslosenversicherungsgesetz müssen Jugendliche unter 30 Jahren jede Arbeit annehmen, ungeachtet ihrer Qualifikationen oder Interessen. Konkret: Eine ausgebildete junge kaufmännische Angestellte auf Stellensuche kann gezwungen werden, bei McDonald’s hinter der Theke zu stehen. Anstatt sich in einem
kaufmännischen Betrieb Berufserfahrung anzueignen. Da stellt sich die Frage, wieso die Frau eine teure Ausbildung gemacht hat, wenn sie trotzdem eine Stelle annehmen muss, für die sie total überqualifiziert ist! Dies führt auch zu einem Lohndruck bei unqualifizierten Arbeitsstellen – denn auf diese werden sich künftig auch qualifiziertere Arbeitnehmende bewerben müssen. Der Abbau der Arbeitslosenversicherung ist völlig kontraproduktiv! Das ist inakzeptabel. Ich stimme Nein zur Revision der Arbeitslosenversicherung!
Andrea Brünisholz, Thun
Ungerechte Revision
In seinem Leserbrief schreibt Thomas Balmer, die zur Abstimmung anstehende Avig-Revision sei gerecht. Die Gewerkschaften haben zu Recht gegen den bevorstehenden Sozialabbau das Referendum ergriffen. Fakt ist: Über 55-Jährigen wird neu nur noch 400 Franken Taggeld (bisher 520) gewährt. Die Beitragsdauer wird von 18 auf 24 Monate erhöht. Werden auch noch die Kinder arbeitslos, wird für unter 25-Jährige nur noch 200 Franken Taggeld entrichtet (bisher 260/400 Franken). Das heisst, von Arbeitslosigkeit und ALV-Leistungsabbau gebeutelte Eltern müssten noch früher ihren arbeitslosen Kindern unter die Arme greifen. Aber mit was und wie?! Es ist eine Frechheit, dass die grossen Abzocker auch dieses Jahr ihre Gehälter massiv mehren konnten, ohne dass diese bei der Arbeitslosenversicherung endlich mal zur Kasse gebeten werden. Diese Abzockerkaste hat die Finanzmisere ausgelöst und Tausende von Arbeitslosen produziert. Hier gäbe es schon lange Möglichkeiten, entsprechende ALV-Prämien einzuführen. Darum Nein zu dieser ungerechten Revision. Martin von Allmen, Thun
Korrigendum
Beim Leserbrief von Martin von Allmen aus Thun ist der Redaktion ein Fehler unterlaufen. Der Leser schreibt im Zusammenhang mit der Abstimmung zur Arbeitslosenversicherung von 400 Taggeldern und nicht von 400 Franken Taggeld, wie in der Ausgabe vom Montag irrtümlicherweise zu lesen war. Martin von Allmen schrieb: «Fakt ist Folgendes: Über 55-Jährigen werden neu nur noch 400 Taggelder, bisher 520, gewährt.»
Diese Aussage des Gewerkschafters und ehemaligen SP-Grossrats Martin von Allmen gilt allerdings nur dann, wenn über 55-Jährige noch keine zwei Jahre Beiträge an die Arbeitslosenversicherung geleistet haben. Haben sie länger Beiträge bezahlt, wird die Bezugsdauer auch bei den über 55-Jährigen nicht gekürzt werden.
Die Redaktion
Schwer zu glauben
Ausgabe vom 31. August. «Initiative vereinigt
Bürgerliche» Die Kantone Neuenburg und Jura kennen das Ausländerstimmrecht auf kommunaler und kantonaler Ebene. Freiburg, Genf und Waadt kennen es auf kommunaler Ebene. In Appenzell Ausserrhoden und Graubünden können die Gemeinden es für kommunale Angelegenheiten einführen. Ein Teil der öffentlich-rechtlichen Kirchgemeinden kennt es ebenfalls. Wir entscheiden am 26.September darüber, dieses Stimm- und Wahlrecht auf kommunaler Ebene für Ausländer einzuführen. Die bürgerliche Abwehr hat sich, leider einmal mehr, bereits formiert; sogar SVP und BDP spannen wieder zusammen. Kann ein Stimm- und Wahlrecht für Ausländer dem Kanton Bern schaden, wenn es anderen Kantonen wohl bekam? Das fällt mir schwer zu glauben. Darum: Ja zur Initiative «zäme läbe – zäme schtimme». Christian Roth, Liebefeld
Erstellt: 05.09.2010, 16:50 Uhr
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