Sternschnuppen (7)
Artikel zum Thema
- Zeitverschiebung (1)
- Stars? (2)
- Schräge Vögel (3)
- Falsch informiert (4)
- Wo man singt (5)
- Matschbericht (6)
Umfrage
Wollen Sie am nächsten Mittwoch mehr von Samuel Schmid lesen? Stimmen Sie ab bis Donnerstag, 17 Uhr.
Ja
Nein
32 Stimmen
Noch 3 Tage. In den Zeitungen stapeln sich die Rückblicke auf das Jahr 2010. Wir können aber auch lesen, was im neuen Jahr alles auf uns zukommen wird. Das ist für die Jahresplanung sehr vorteilhaft und zudem gratis, weil man nicht wie bei Mike Shiva pro Minute 4.50 Franken für die neue Stirnbandkollektion bezahlen muss.
Ich bin einmal mehr verblüfft, was für revolutionäre Weisheiten mir die Sternschreiberlinge in süssen Sätzen präsentieren:
Es heisst zum Beispiel, Obst, Bewegung und viel Schlaf würden meine Leistungsfähigkeit im neuen Jahr verbessern. Und ich dachte bis jetzt immer, Äpfel gäbe es nur wegen der Tellspiele. Es heisst, in den Monaten von Januar bis März und von August bis November stünden mir beruflich alle Türen offen. Ich überlege nun die ganze Zeit, was ich in den Zwischenmonaten machen soll. Es heisst, die Sterne rieten mir, meinen Blick zu schärfen. Habe mich sofort beim Optiker angemeldet. Es heisst, Mars kurble meinen Aktivitätsdrang an. Muss ich meine Ernährung nun umstellen? Ich habe nämlich lieber Snickers. Es heisst, wenn ich die Nummer eins sein wolle, helfe Nervosität nicht dabei. Da ich nicht Tennis spiele, habe ich diesen Tipp Roger Federer weitergeleitet. Es heisst ich reagiere im Februar empfindlich, wenn mir jemand auf die Zehen tritt. Habe soeben Stahlkappenschuhe bestellt. Es heisst, es sei gut möglich, dass ich befördert werde. Da ich häufig Zug oder Bus fahre, bin ich so etwas von erleichtert. Es heisst, ich höre gerne zu, wie meine Knochen beim Einrenken knacken. Knochen einrenken?!
Doch bevor ich ängstlich zu grübeln beginne, finde ich am Schluss einen richtigen Aufsteller in meinem Horoskop: Der Ehrgeiz der Erfolg im Leben kann zu übertreiben, um mehr versprechen, als möglich für Ihre verschätzt und zu viel Optimismus. Da bin ich aber froh...
Erstellt: 28.12.2010, 17:12 Uhr





