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Spick mi furt vo hie»

Aktualisiert am 24.11.2011

ABGEHOBEN:«Dieser Flug war grandios und einmalig. Und der flotte Pilot wollte mich mittendrin sogar mal steuern lassen.» Ernst Gehrig aus Grafenried ist total begeistert vom Alpenrundflug, den er durch Vermittlung des «Forums» machen durfte. Es war Annamaria Gehrig, die diesen Wunsch für ihren Ehemann ans «Forum» richtete. Sie möchte ihn zu seinem 74. Geburtstag überraschen, schrieb sie.

Mit der Piper über dem Oeschinensee: Viel Weitblick in Richtung Thunersee mit dem Niesen (links) und   im Hintergrund das hügelige Emmental.

Mit der Piper über dem Oeschinensee: Viel Weitblick in Richtung Thunersee mit dem Niesen (links) und im Hintergrund das hügelige Emmental.

Flughafen Belpmoos: Das 74-jährige Geburtstagskind Ernst Gehrig (l.) mit dem Erfüller seines Wunsches, dem Privatpiloten Mathias Hächler.

Auf diesen Aufruf hin hatte sich Mathias Hächler gemeldet und Ernst Gehrig aus Grafenried zu einem Flug eingeladen: «Ich muss dieses Jahr eh noch meine obligatorischen Flugstunden absolvieren», lautete die Begründung des Privatpiloten aus Münchenbuchsee. Nun, endlich war es so weit: Am letzten Sonntag gings ab in die Luft. In der Flugmaschine anwesend: der Pilot, sein rüstiger Passagier und dessen Ehefrau. Der 36-jährige Hächler flog die Gäste vom Belpmoos über Bern und Greyerz bis ins Wallis nach Leukerbad. Von dort brummte die Piper PA-28 Cherokee, ein einmotoriges, viersitziges Leichtflugzeug, mit ihren drei Passagieren wieder heimwärts über das Schilthorn, über Eiger, Mönch und Niederhorn: «Der Himmel und die Luft waren so klar, und wir flogen so tief – hätte es Steinböcke am Niederhorn gehabt, wir hätten sie ausgemacht», so Ernst Gehrig. Angst hatte der ehemalige Bauer, der erst ein einziges Mal in seinem Leben geflogen war, keine. «Dieser tolle Flug war eine Überraschung nach Noten, und es hat weder geholpert noch ‹buttelet›. Wir danken Mathias Hächler von ganzem Herzen für diesen mehr als einstündigen Ausflug», tönt es nach dem Flug unisono aus Grafenried. Zu Hause, um eine unvergessliche Erfahrung reicher, verspürten die Gehrigs wegen des Motors der Piper einzig ein feines, leises Brummen im Schädel. Und mit Folgen für die Nacht, wie Annamaria Gehrig erzählt: «Das Brummen des Flugzeugmotors wollte und wollte nicht aufhören. Bis ich aufwachte und merkte, dass mein Mann in vollen Zügen schnarchte.»Andreas Seiler

Erstellt: 24.11.2011, 08:29 Uhr

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