Der Sport macht die beiden zum Team
Zum Wettkampf
Der Inferno-Triathlon Mürren–Schilthorn findet am 19. und 20. August 2011 statt. Mit seinen 5500 Steigungsmetern gilt er als einer der härtesten Ausdauerwettkämpfe der Welt.
Das Los entschied: Drei Paare gewannen von dieser Zeitung einen Startplatz für den Inferno-Triathlon von Mürren aufs Schilthorn. Zwei davon sagten kurzfristig ab, wodurch andere Paare eine Chance bekamen. Das ist der Grund, weshalb sich Rolf Liechti sehr spontan für die Teilnahme entscheiden musste. «Da ich bereits dreimal am Inferno-Triathlon teilnahm, wusste ich, was mich erwartet», sagt der 48-Jährige, der die Disziplinen Schwimmen und Mountainbike übernehmen wird.
Gelassenheit und Vertrauen
Das Einzigartige an der Geschichte ist: Der Informatiker aus Münsingen sagte zum Couple-Startplatz Ja, ohne eine Wettkampfpartnerin zu haben. «Ich verliess mich da ganz auf Roger Rieder», sagt Liechti. Roger Rieder hat auch einen Startplatz bei der BZ gewonnen (siehe Ausgabe vom 10.August). Die beiden sind durch vergangene Inferno-Wettkämpfe befreundet. «Er sagte, er würde für mich eine Wettkampfpartnerin finden.» Und so war es auch: Beim Treffen mit der Journalistin dieser Zeitung begegneten sich Rolf Liechti und Eva Neuenschwander (32) aus Mühleberg zum ersten Mal.
Alleine unterwegs
Fürchten die beiden die sportlichen Schwächen des anderen nicht bei so einem Wettbewerb? «Nein, wir sind zwar ein Team, aber wir sind jeweils allein unterwegs», sagt der leidenschaftliche Schwimmer, der zwei- bis dreimal die Woche um die 45 Minuten schwimmt, «der Partner muss einfach warten können.» Auch Eva Neuenschwander sieht es gelassen. «Wir machen es ja zur Freude, nicht aus purem Ehrgeiz.» Dies zu glauben, fällt nicht schwer: Die ausgebildete Pflegefachfrau und Stationsleiterin im Inselspital Bern wirkt ruhig und hat eine starke Ausstrahlung. Sie bestritt kürzlich den Ironman in Zürich. Ausserdem nahm sie schon als Single am Inferno-Triathlon teil, das heisst, sie absolvierte alle vier Disziplinen alleine. «In der Freizeit trainiere ich oft», sagt sie. So schwimme oder fahre sie gut und gerne mal 150 Kilometer Rad und laufe danach noch ein wenig. Im Winter sei sie mit Langlaufskiern unterwegs. Ihr Freund Marc teile ihre sportlichen Interessen. Am kommenden Inferno wird Eva Neuenschwander die Disziplinen Radfahren und Laufen übernehmen.
Erfahrung und Rhythmus
Moralisch unterstützt wird Rolf Liechti von seiner Frau Monika und den beiden acht- und neunjährigen Kindern Kim und Nicola. Und er vertraut auf seine sportliche Erfahrung und den stetigen Rhythmus seines Fitnesstrainings. «Soweit ich mich erinnere, trieb ich eigentlich immer Sport», sagt er. Früher sei er intensiver Surfer gewesen, die meiste Zeit davon auf Hawaii. Er spiele gern Squash oder fahre Snowboard. Und was den kommenden Inferno betrifft: «Diese Bikestrecke wollte ich schon lange mal ausprobieren.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.08.2011, 10:57 Uhr





