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«Badminton ist für alle Leute»

Von Christian Werder. Aktualisiert am 25.03.2011

Der Sekretär des Ornithologischen Vereins Steffisburg wünschte sich letzte Woche (Ausgabe vom 18.März) für das heutige BZ-Forum einen Bericht über einen Badminton-Club.

<b>Schnelles Spiel mit fliegenden Bällen:</b> Badminton ist alles andere als ein elitärer Sport, den sich nur wenige leisten können.

Schnelles Spiel mit fliegenden Bällen: Badminton ist alles andere als ein elitärer Sport, den sich nur wenige leisten können.
Bild: Fotolia

Engagierter Sportler: René Gfeller (42) ist Präsident des 1986 gegründeten Badminton-Clubs Jegenstorf. (Bild: zvg)

Nein, mit gemütlichem «Fäderbällele»am Strand hat das hier nicht wirklich etwas zu tun. Hier geht es mit Tempo zur Sache. Hier wird der Federball mit Wucht und Präzision übers Netz geschlagen. «Ja, wer richtig Badminton spielen will, der braucht schon ein sicheres Ballgefühl. Und auch die Physis muss stimmen. Und nicht zuletzt muss der Wille da sein, im entscheidenden Moment vielleicht noch zwei Schritte mehr zu laufen als der Gegner.» So fasst René Gfeller (42), Präsident des Badminton-Clubs Jegenstorf, die idealen Voraussetzungen für diese temporeiche Sportart zusammen. Um das zu erreichen, muss natürlich regelmässig trainiert werden. «Um in den unteren Ligen zu bestehen, reichen bei normalem Talent zwei Trainings pro Woche», führt Gfeller aus. Anders sieht es in höheren Ligen aus . «Wer auf nationalem Ni-veau mithalten will, muss heute schon fast wie ein Halbprofi trainieren.» Doch Badminton soll nicht zuletzt auch jenen Leuten Spass machen, welche keine meisterschaftssportlichen Ambitionen haben. «Badminton eignet sich eigentlich für alle, die etwas für ihre Fitness und ihre Figur tun wollen. Sowohl für Männer als auch für Frauen», betont René Gfeller.

Bernische Meisterspieler
Der Badminton-Club Jegenstorf wurde 1986 von sechs «Angefressenen» gegründet. Heute trainieren 115 Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen Stärkeklassen regelmässig in der Halle Gyrisberg in Jegenstorf. Viele Mitglieder nehmen an regionalen Wettkämpfen in unterschiedlichen Leistungsstufen teil. Die Besten schaffen es jeweils ebenfalls an die nationalen Meisterschaften. Aktuell stellt der Badminton-Club Jegenstorf sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die kantonalbernische Meisterin respektive den kantonalbernischen Meister.

Kein teurer Sport
Unter den Club-Mitgliedern finden sich Schüler und Studenten ebenso wie Informatiker, Liegenschaftsverwalter oder etwa Leute aus der Baubranche. «Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe», betont IT-Spezialist René Gfeller. Und er bringt in diesem Zusammenhang ein zusätzliches, nicht zu unterschätzendes Argument für den Badmintonsport zur Sprache: Die Finanzierung. «Badminton ist nicht so teuer wie andere Sportarten. Die Ausrüstung ist absolut zahlbar, und auch der Jahresbeitrag von rund 200 Franken bei uns sprengt nicht gleich jedes Budget. Das macht den Sport auch für Leute attraktiv, die über eher bescheidene finanzielle Mittel verfügen.»

Also: Warum nicht mal bei einem Badminton-Club zum Probetraining antraben? In Jegenstorf hats jedenfalls immer Plätze frei.

Weitere Informationen können Interessierte anfordern über: rene.gfeller@swissphone.ch.

René Gfeller möchte nächstes Mal etwas über einen Orchideenzüchter-Verein lesen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.03.2011, 16:15 Uhr

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