Als Nächstes wartet Nepal
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Trekkingreisen mit Kobler&Partner: Infos unter www.kobler-partner.ch.
Reisefotos und Informationen zu den Dienstleistungen von Hugo Ortiz als Fotograf unter www.hugoortiz.ch.
«Es ist für mich ein grosser Luxus, das zu tun, was mir gefällt», erklärt Hugo Ortiz aus Köniz. Seine Augen leuchten. Für den 51-Jährigen bedeutet dies einerseits, als selbstständiger Fotograf zu arbeiten, und andererseits als Trekkingleiter beim Schweizer Reiseunternehmen Kobler&Partner die Welt zu bereisen.
Diese Tätigkeit mache ihn zwar nicht reich, «bietet mir aber die wunderbare Möglichkeit, Orte zu sehen, die ich sonst wohl nie zu Gesicht bekommen würde». Seit drei Jahren unternimmt er mit Gruppen von etwa zehn Personen Expeditionen nach Südamerika, Asien und Europa. Abenteuerfreudig war Hugo Ortiz aber bereits früher.
Schicksalhafter Aufbruch
Aufgewachsen in Chile, reiste Hugo Ortiz als 19-Jähriger nach einem abgebrochenen Studium in seinem Heimatland nach Europa, «in der Absicht, nach einigen Monaten wieder nach Chile zurückzukehren», meint er schmunzelnd. Hugo Ortiz kehrte seither zwar wieder zurück nach Chile – allerdings nur für Ferien.
Die erste Station seines Aufenthaltes in Europa war Holland, wo er ein Jahr lang arbeitete. Danach gelangte er zufällig in die Schweiz: «Mit geschlossenen Augen habe ich wahllos einen Punkt auf einer Landkarte ausgewählt. Als ich die Augen öffnete, sah ich, dass mein Finger auf die Schweiz deutete.» Ohne Ausbildung und ohne Kenntnisse der Landessprachen machte sich der junge Mann auf in die Schweiz. Bereits einen Monat später lernte er seine zukünftige Frau, eine Bernerin, kennen. Danach sei beiden rasch klar gewesen, dass sie zusammen in der Schweiz bleiben und eine Familie gründen wollten.
Schicksalhafte Begegnung
Bevor Hugo Ortiz vor drei Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit tat, hatte er während 25 Jahren in einem Fotofachgeschäft in Bern gearbeitet. Einst hatte er dort mit Anfang 20 als Lagerist begonnen, Jahre später wurde er zum Geschäftsführer ernannt. Der Besitzer habe an ihn geglaubt und ihm daher die Möglichkeit gegeben, in seinem Laden im Verkauf zu arbeiten, erklärt er den Einstieg in die Fotobranche.
Trekkingleiter wurde der vielseitige Lebenskünstler wiederum über glückliche Umstände: Sein jetziger Arbeitgeber sei ein langjähriger Kunde im Fotogeschäft gewesen, in dem er gearbeitet hatte. Nach der Aufgabe seiner Stelle als Geschäftsführer, habe ihn dieser gefragt, ob er als Trekkingleiter eine Reisegruppe begleiten möchte. Dass er nun beide Leidenschaften, das Fotografieren und das Reisen, verwirklichen könne, mache ihn sehr glücklich.
50-Jahr-Jubiläum
Pro Jahr unternimmt der Vater von zwei erwachsenen Töchtern bis zu fünf Expeditionen. Als Trekkingleiter fungiert er als Bindeglied zwischen den Reiseteilnehmern und den lokalen Tourguides. Er halte sich eher im Hintergrund: «Ich beobachte das Geschehen und schaue, dass sich alle wohlfühlen.» Bereits vor Reisebeginn kümmert er sich um organisatorische und logistische Belange. Noch in der Schweiz kauft er Material und Lebensmittel ein, die dann ins Zielland geflogen werden. Darunter befänden sich beispielsweise Schokolade und Fondue. Täglich vier bis acht Stunden zu laufen, sei zwar für die meisten ein Genuss, aber auch anstrengend. «Wenn ich dann plötzlich für alle feine Schoggi hervorzaubere oder der Koch ein Fondue zubereitet, soll dies eine schöne Belohnung für die Anstrengung sein», sagt er und lacht. Bald geht es wieder ins Ausland. Ziel ist der Dhaulagiri in Nepal. Mit einer Höhe von über 8000 Metern gehört er zu den höchsten Bergen der Welt. Dorthin reist er mit einer Gruppe von Senioren. Einige der Teilnehmer würden bereits auf das 80.Lebensjahr zugehen, erzählt er. Die bisher älteste Reisegruppe besteht aber aus erfahrenen Bergsteigern, die vor 50 Jahren, am 23.Mai 1960, an der Erstbesteigung des Achttausenders teilgenommen hatten. «Wir werden aber nicht hinaufsteigen», erklärt Hugo Ortiz. Es handle sich um eine Umrundung des Dhaulagiris mit Übernachtungen im Basislager auf 5300 Metern. Er freue sich schon sehr auf das Abenteuer Nepal und darauf, dieses auch auf Fotos festzuhalten.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 15.04.2010, 09:35 Uhr





