Ärger am Schalter
Mir wurde empfohlen, wieder nach Hause zu gehen (bis dann wohl irgendwann das System funktionieren würde). Schliesslich fragte der Beamte, was ich denn wolle? Ich wollte eine Fahrkarte nach Schaffhausen und sehen, wie ich weiterkomme. Ich löste im Zug eine Anschlussfahrkarte nach Villingen und dort eine für die Rückfahrt. Zeitlich knapp am Bahnhof, stellte ich mich dicht an den Schalter. Man machte mich darauf aufmerksam, Abstand zu halten. Ich entschuldigte mich und verwies auf die knappe Zeit. «Sie haben sieben Minuten, das reicht noch für einen Kaffee.» Ich sagte: «Vielleicht für Sie, aber nicht für mich.» Es war eine Ausnahmesituation, aber die Bereitschaft des Beamten, nach sinnvollen Lösungen zu suchen, war gering. Welche Möglichkeiten sieht die ZB für ihre Angestellten, die Bahnkunden auch in schwierigen Situationen nicht im Regen stehen zu lassen? Madeleine Pachtenfels, Meiringen
Stellungnahme von Peter Bircher, Mediensprecher, ZB Zentralbahn AG: Am besagten Tag war tatsächlich national eine Störung im Verkaufssystem für internationale Billette, d.h. viele Verkaufsstellen konnten keine oder nur wenige Billette ins Ausland verkaufen. Nicht tangiert davon war der nationale Billettverkauf. Unser Verkäufer hat die Kundin in Meiringen über das Problem informiert. Er nahm dann an, dass sie vielleicht an einem der Folgetage reisen möchte, und bot ihr an, später vorbeizukommen. Sie verneinte, und so verkaufte er ihr ein Billett nach Schaffhausen. Er wollte sie auf keinen Fall nicht bedienen oder abweisen. Falls dies den Anschein machte, entschuldigen wir uns für dieses Missverständnis. Der Zentralbahn ist es sehr wichtig, einen umfassenden und umfangreichen Service sowie eine kompetente Beratung zu bieten. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitarbeitenden immer wieder die Möglichkeit zur internen und externen Weiterbildungen an.
Erstellt: 25.11.2011, 11:04 Uhr





