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Wer ist Veronika Serafini?

Von Andreas Seiler. Aktualisiert am 30.11.2010

Sie hat ein Geheimnis. Das merkt man sofort. Sie sitzt verschmitzt auf dem Coiffeurstuhl bei Tanja Schwertfeger von haar-werk.ch in Ostermundigen. «Lügen ist nicht mein Ding», meint sie leise. «Tanja ist meine Tochter, trotz unterschiedlicher Namen.»

Frisch gefärbt und geföhnt: Veronika Serafini aus Heimiswil scheint mit der neuen Frisur – geschnitten von ihrer Tochter Tanja Schwertfeger – glücklich zu sein.

Frisch gefärbt und geföhnt: Veronika Serafini aus Heimiswil scheint mit der neuen Frisur – geschnitten von ihrer Tochter Tanja Schwertfeger – glücklich zu sein.
Bild: Susanne Keller

Veronika Serafini wird nächstes Jahr 50 Jahre alt. 10 Jahre ist es her, da wanderte sie mit Kind, Kegel und Hund nach Amerika aus. «Ich hatte irgendwie den Schweizrappel. Also habe ich meine Tochter kurzerhand aus der Schule genommen und bin zu alten Bekannten auf eine Farm im Staate Washington gezogen.» Mutter und Tochter hielten es allerdings nur ein halbes Jahr aus. «Wir waren beide nicht sehr glücklich dort. Zudem war Tanja damals in einen Jungen in der Schweiz verliebt.» Sie zogen – zurück in ihrer alten Heimat – in ein Stöckli in Heimiswil. Das Heim neben dem Bauernhaus ist seitdem ihr Stolz. Die unberührte Natur vor der Tür ihre Energie-tankstelle. Eine kleine Spur Fernweh scheint jedoch geblieben zu sein. So schmückt bereits im November ein kletternder Weihnachtsmann – ein Importprodukt aus Amerika – die Fassade des Häuschens.

Veronika Serafini arbeitet in Burgdorf als Buchhalterin für eine Firma, die Waschstrassen für Grosswäschereien fabriziert und weltweit vertreibt. Ihr gefällt der Job. Das 70-Prozent-Pensum lässt ihr ausserdem genügend Zeit, ihrem Hobby, dem Reiten, zu frönen. Sie hat zwar selber kein Pferd. Aber: «In der Umgebung hat es genügend, die Bewegung brauchen.» Ein weiterer Angelpunkt in ihrem Leben ist der 12-jährige Hund Samani der Rasse Westi (West Highland White Terrier). Er darf sogar in Frauchens Bett schlafen. «Ich bin selber schuld. Die erste Nacht, als der Welpe bei mir war, hat er geheult. Deshalb habe ich ihn zum Trösten ins Bett genommen.» Seit damals sei ihm die Nestwärme nicht mehr abzugewöhnen. Die Hausherrin scheint dies nicht zu stören. «Samani ist so klein. Er nimmt kaum Platz weg.»

Neben Hund und Pferd schwärmt Veronika Serafini für den Wolf. Sie hat einige in Kleinausgabe in ihrer Vitrine im Wohnzimmer stehen. Dieses Tier begleitet die Sammlerin durch das ganze Leben. Warum? «Das weiss ich nicht so genau», meint sie mit einem Schmunzeln. «Wahrscheinlich war ich in einem früheren Leben Indianer.»

Mit bestem Dank an: Tanja Schwertfeger von haar-werk.ch in Ostermundigen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.11.2010, 16:36 Uhr

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