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Wer ist Peter Serini?

Von Andreas Seiler. Aktualisiert am 12.07.2010

Er ist schon da, mein heutiger Gast und plaudert ungezwungen mit Mario Minerva, dem Besitzer des Coiffeurgeschäfts «Immagine» in Bümpliz. Sein Name: Peter Serini. Sein Beruf: Heizungsinstallateur. Alter: 48 Jahre. Augenfarbe: Braun. Haare: Braun mit Ratsherrenecken.

Peter Serini und der Coiffeur Mario Minerva.

Christian Pfander

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Er ist schon da, mein heutiger Gast, und plaudert ungezwungen mit Mario Minerva, dem Besitzer des Coiffeurgeschäfts Immagine in Bümpliz. Name: Peter Serini. Beruf: Heizungsinstallateur. Alter: 48 Jahre. Augenfarbe: braun. Haare: braun, mit Ratsherrenecken. Auf dem Coiffeurstuhl sitzend und die Kamera auf ihn gerichtet, fühlt sich Peter Serini (noch) nicht so wohl: «Ich freue mich auf das Gespräch. Aber eigentlich würde ich lieber ohne Kamera...»

Er will seine Haare kurz schneiden lassen: «So kann ich einfach mit dem ‹Lavettli› drüber und brauche weniger Shampoo», meint er schmunzelnd. «Das sieht dann auch gepflegter aus und ist praktischer, denn ich bin bei der Arbeit viel im Staub.» Mit seinen Ratsherrenecken hat der Gesprächspartner keine Mühe. Auf eine mögliche Glatze angesprochen, witzelt Mario Minerva aus dem Hintergrund: «Peter kriegt keine Glatze. Schliesslich verdiene ich Geld mit Haaren, nicht mit Glatzen. Und das soll auch so bleiben.»

«Mein 20-Jahr-Jubiläum habe ich hinter mir», erzählt Peter Serini voller Stolz von seinem Geschäft. «Für Freunde und Kollegen habe ich ein kleines Dankesfest gemacht.» In der jetzigen Jahreszeit hat er beruflich viel um die Ohren. In der Hitze des Sommers sorgt er für die Wärme im Winter: Heizungen planen und neu installieren, Offerten einholen und Rechnungen erstellen. Im Winter stehen eher Reparaturen im Vordergrund. Sein Fokus im Heizungsbau liegt auf den erneuerbaren Energiequellen wie Wärmepumpen und Solaranlagen. Sein Geschäft in Bümpliz ist gleichzeitig sein Wohnsitz. Durch je einen separaten Eingang trennt er das Berufliche vom Privaten. Seit elf Jahren lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Buben in diesem nach eigenen Wünschen gebauten Haus mit Swimmingpool. «Ein Traum. Bauart und Einrichtung empfinden einzelne Besucher eher als kühl, aber für uns ist es wunderbar.»

Peter Serini ist im Tscharnergut aufgewachsen und hat sich alles selber erarbeiten müssen: «Mein Vater hat mich finanziell nicht unterstützt. Ich musste zum Beispiel schon als Junge meine Ski bei ihm abarbeiten.» – Eine erzieherische Massnahme, wie er betont. Arm sei seine Familie nämlich nie gewesen. War diese Erfahrung für die Erziehung der eigenen Kinder wichtig? «Ja, ich versuche es auf eine ähnliche Art. Heute ist das allerdings nicht mehr so einfach. So hart, wie ich es erlebt habe, liegt das nicht mehr drin. Die Kinder sind heute verwöhnt.» Als Selbstständiger nehme er sich so viel Zeit wie möglich für seinen Nachwuchs, obwohl das alles andere als einfach sei. Gefallen würde ihm, wenn eines seiner Kinder sein «erstes Kind», das Geschäft, dereinst übernehmen würde. Und ganz besonders freue er sich, wenn er in acht Jahren das «20-Jährige» mit seiner Frau feiern könne.

Mit bestem Dank an: Mario Minerva und Sandra Pellegrino vom Coiffeur «Immagine». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.07.2010, 15:55 Uhr

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