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Sie tanzt sich durch das Leben

Von Yvonne Mühlematter. Aktualisiert am 16.04.2010

Maud Koch kann einen Weltmeistertitel und zahlreiche Schweizer-Meister-Titel im Stepptanzen ihr Eigen nennen. Tanzen ist zwar ihr grosses Hobby; beruflich hat sie aber einen anderen Weg eingeschlagen.

«Tanzen ist meine Leidenschaft», sagt Maud Koch. Mit der 12-fachen Schweizer Meisterin kann fast nur ihr eigenes Spiegelbild mithalten.

«Tanzen ist meine Leidenschaft», sagt Maud Koch. Mit der 12-fachen Schweizer Meisterin kann fast nur ihr eigenes Spiegelbild mithalten.
Bild: Christian Pfander

«Cool and Clean»

Tanzen für fairen Sport

«cool and clean» ist das grösste nationale Präventionsprogramm im Sport. Es wird getragen von Swiss Olympic, der Dachorganisation von 88 Schweizer Sportverbänden, und macht sich für fairen und sauberen Sport stark. Gemäss Swiss Olympic setzt sich das Showteam mit Auftritten an Sportveranstaltungen für die Sensibilisierung des Schutzes vor dem Passivrauchen und der Sicherstellung und der Einhaltung
des Alkohol-Jugendschutzes ein. Mehr Informationen erhalten Sie online unter www.cooland-clean.ch.

Maud Koch ist ein Energiebündel: 2004 holte die 12-fache Stepp-Schweizer-Meisterin den Weltmeistertitel. Im gleichen Jahr gewann sie mit der Tanzformation «Emotion» den Schweizer-Meister-Titel im Hip-Hop. Ihr tänzerisches Können gibt sie seit mehreren Jahren auch an andere weiter. An bis zu vier Abenden pro Woche unterrichtet die 26-Jährige Kinder und junge Erwachsene. Die Bernerin ist aber nicht nur als Stepp- und Hip-Hop-Lehrerin tätig, sondern nimmt selbst auch regelmässig Stunden. Daneben reist sie für Auftritte in der ganzen Schweiz herum.

Verliebt in New York

Um sich stets weiterzuentwickeln, hatte sie nach bestandener Matur Tanzworkshops in New York und London besucht. Besonders New York habe es ihr angetan, erzählt die fröhliche junge Frau. Sechs Mal zog es sie bereits zum Broadway in die US-Metropole. Obwohl sich fast alles im Leben von Maud Koch um das Tanzen dreht, hat sie sich für eine andere berufliche Richtung entschieden: Soeben schloss sie an der Pädagogischen Hochschule ihr Studium zur Sekundarlehrerin ab. Zwar will sie das Tanzen als Hobby behalten, in naher Zukunft aber als Lehrerin arbeiten.

Mit dem Steppen begann Maud Koch als Zweitklässlerin. Davor hatte sie Tennis, Basketball und Kunstturnen ausprobiert, überzeugen konnte sie aber erst der Tanz mit den lauten Geräuschen. «Ich wollte etwas Spezielles machen», erklärt sie ihre Wahl. Die mit den zwei Metallplatten beim Tanzen erzeugten Klänge ziehen unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich. Im Mittelpunkt zu stehen, habe ihr bereits als Kind gefallen. «Aber nur beim Tanzen», ergänzt sie. Bei Referaten ist sie immer sehr nervös gewesen. Als angehende Sekundar- und Tanzlehrerin ist es für sie aber mittlerweile zur Routine geworden, vor eine Klasse zu treten. Insbesondere bei Shows sei es von grossem Vorteil, sich gerne zu präsentieren. «Die Zuschauer spüren genau, ob es jemand mag, im Rampenlicht zu stehen.» Maud Koch weiss, wovon sie spricht: Seit elf Jahren ist sie Mitglied von Absolut Rhythm, einer Stepptanz-Perkussionsband. Gefunden hat sich das Trio, das ursprünglich aus fünf Mitgliedern bestand, bei einem Werbeauftritt in Montreux für Absolut Wodka. Von dort stammt die Idee für den Namen Absolut Rhythm. Absoluten Rhythmus hat die Gruppe seither bei Auftritten in Deutschland und in der Schweiz versprüht, unter anderem bei einem Auftritt in der Unterhaltungsshow «Benissimo» des Schweizer Fernsehens.

Konkurrenz Hip-Hop

Als 18-Jährige, kurz vor Beginn ihrer Prüfungen am Gymnasium, trat sie der Tanzformation Emotion bei. Die Gruppe vereint Elemente aus dem Hip-Hop, Jazz, Akrobatik, Stepptanz und Breakdance. Von da an galt ihre Begeisterung nicht mehr nur dem Stepptanzen, sondern insbesondere auch dem Hip-Hop. Seit einigen Jahren habe der Hip-Hop das Steppen sogar etwas verdrängt, fügt sie an. «Im Hip-Hop hat man einen grösseren tänzerischen Freiraum. Der Tanz ist körperbetonter als beim Steppen, welches den Fokus auf die Beine und Füsse legt.»

Tanzen als Leidenschaft

Neben dem Tanzen hätten in ihrer Freizeit nicht mehr viele andere Dinge Platz, erzählt Maud Koch. Insbesondere während ihrer vierjährigen Lehrerausbildung habe sie fast keine freie Minute gehabt. Da sei es auch vorgekommen, dass ihr alles ein bisschen zu viel geworden sei, gibt sie zu. Aber: Dies hätte nie lange angedauert, denn «Tanzen ist meine Leidenschaft!» Trotz knapp bemessener Zeit entschied sie sich Anfang Jahr zu einem weiteren Engagement. Zusammen mit 12 Jugendlichen und jungen Erwachsenen bildet sie das von einer Jury ausgewählte «cool and clean»-Showteam (siehe Box). Obwohl Maud Koch fast jeden Tag tanzt, sei es als Tanzlehrerin, als Mitglied einer ihrer Tanzgruppen oder als Schülerin – verleidet sei ihr das Tanzen noch nie.

Wer das «cool and clean»-Showteam zusammen mit Maud Koch live erleben möchte, kann dies am 5.Mai um 17 Uhr auf dem Berner Bundesplatz tun. Mehr Infos über die Tanzformation Emotion gibt es unter www.emotiondance.ch; über Absolut Rhythm unter www.absolutrhythm.ch.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.04.2010, 17:31 Uhr

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