«Mein Lieblingssong? ‹Simply the Best›!»
Von Christian Werder. Aktualisiert am 24.02.2010
Tina mit Tina: Tina Turner aus Thun in ihrem Büro in Bolligen – mit CDs der amerikanischen Rocklady Tina Turner mit Wohnsitz am Zürichsee. (Bild: Urs Baumann)
Tina Turner, Sie werden wohl oft auf ihren prominenten Namen angesprochen? Tina Turner: (schmunzelt) o ja, das passiert immer wieder. Vor allem dann, wenn die Leute meinen Namen lesen. Wenn ich mich hingegen mündlich vorstelle, werde ich weniger oft darauf angesprochen.
Wie kommt das? Ich spreche meinen Nachnamen ja mit einem U aus. Also «Turner» und nicht «Törner» wie im Englischen. Die meisten denken wegen der schweizerdeutschen Aussprache also nicht automatisch an die amerikanische Sängerin. Beim geschriebenen Namen sieht das anders aus.
Nervt es nicht, dass Ihr Name immer wieder für Gesprächsstoff sorgt? Nein, eigentlich nicht. Ich lebe halt damit. Und mein Name löst ja keine negativen oder gar aggressiven Emotionen aus. Im Gegenteil: Es ergeben sich hin und wieder ganz amüsante Situationen.
Zum Beispiel? Auf einer Australien-Reise wollte beispielsweise ein englisches Pärchen als Andenken unbedingt meinen Namen im Reisepass fotografieren. Die glaubten fast nicht, dass ich wirklich so heisse. Oder ich bekam auch schon Telefonanrufe aus dem Ausland von Leuten, die überzeugt waren, sie hätten jetzt die andere Tina Turner am Draht. Die sind dann völlig erstaunt, dass in der Schweiz noch eine weitere Frau mit demselben Namen lebt, und können es manchmal gar nicht richtig glauben.
Welche Fragen in Zusammenhang mit Ihrem Namen müssen Sie sich eigentlich am häufigsten anhören? Die häufigste Frage ist wohl die, ob ich wirklich so heisse. Sehr oft wollen die Leute zudem wissen, ob ich ebenfalls singen könne.
Und? Heissen Sie wirklich so? (Sie lacht) Ja, ich heisse wirklich so. Tina ist mein richtiger Name. Es ist also nicht eine Abkürzung von Christina oder etwa Bettina.
Können Sie singen? Nein, das kann ich echt nicht. Ich spiele auch kein Instrument.
Haben Ihre Eltern Sie eigentlich in Anlehnung an die andere Tina auf diesen Namen getauft? Nein, absolut nicht! Das war in meiner frühen Kindheit im bündnerischen Filisur auch nie ein Thema. Erst als die Sängerin Tina Turner in den Achtziger- und Neunzigerjahren ihr weltweites Comeback feierte, sorgte mein eigener Name immer häufiger für Aufsehen und Gesprächsstoff.
Als diplomierte Treuhandexpertin pflegen Sie einen regen Kundenkontakt. Wie reagiert denn Ihre Geschäftsklientel auf Ihren Namen? Beim ersten Kontakt werde ich schon oft auf meinen Namen angesprochen. Danach ist das aber kein Thema mehr.
Kommen wir noch kurz auf die Rocklady Tina Turner zu sprechen. Was halten Sie von ihr? Sie ist eine äusserst bewundernswerte Person. In ihrem Leben hatte sie es ja weiss Gott nicht immer leicht. Diese Frau hat auch mit über 70 Jahren noch unglaublich viel Power. Ich besitze auch CDs mit ihrer Musik.
Haben Sie sie schon an einem Konzert live erlebt? Leider nein. Das möchte ich wirklich gerne noch nachholen.
Und welches ist Ihr Tina-Turner-Lieblingssong? (Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen) Ganz klar: ‹Simply the Best›!
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.02.2010, 10:14 Uhr



